Lass jetzt los! Dann hast du die Hände frei

Lass jetzt los! Dann hast du die Hände frei

29. April 2021 Alle sieben Jahre verändert sich dein Leben radikal, so sagt man. Ich bin jetzt 28. Ich merk’s.

I feel you, lieber Adam auf Michelangelos Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle. Denn eine Frage schwirrt mir oft durch den Kopf: Loslassen oder festhalten?

Manche Dinge lässt man gerne los. Zum Beispiel schlechte Angewohnheiten, die einen selbst nerven, wie das Geschirr nicht umgehend in die Spülmaschine zu räumen. Es ist nicht einfach, aber es geht.

Andere Dinge hält man lieber fest. Bei mir sind das Schuhe. Selbst die, die irgendwo drücken, behalten ihren Platz in meinem Schrank.

„Lass los, wenn’s weh tut!“ wäre zu einfach. Denn auch gute Dinge müssen mal zwicken. (Wer eine Zahnspange hat/te, versteht mich.)

In meinem Kopf habe ich nun beide Lager zu Tisch geladen. Auf der einen Seite sitzt es – das Altbewährte, bei dem ich jedes Leuchten, aber auch jeden Riss kenne. Das Frische, noch Unberechenbare hat gegenüber Platz genommen. In der Mitte: Ich.

Und so diskutieren wir gerade jede einzelne Idee und jeden Glaubenssatz aus. Ohne die geringste Tendenz, in welche Richtung es gehen könnte. Ohne jegliche Anleitung.

Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die diesen Zwiespalt durchlebt. Also denk dran: Wer loslässt, hat die Hände frei. Und was zu dir zurückkommt, gehört zu dir.

(Janine)

 
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