Fleischlos

Fleischlos

18. März 2021
Eine Woche ohne Fleisch - mein Fastenexperiment geht weiter.

Eines vorweg: für mich war das keine große Umstellung, denn ich bin sowieso größtenteils schon vegetarisch unterwegs und „zwinge“ mich vielmehr, einmal wöchentlich Fleisch zu essen.
Nicht, dass es mir nicht schmeckt. Im Gegenteil: Für mich ist es wie ein Geschmacksorgasmus, in ein saftiges Stück Steak zu beißen. Medium und nur leicht gewürzt.
Ich finde, der Mensch darf Fleischesser sein.

Ich finde aber auch, wer tote Lebewesen isst, muss Verantwortung dafür übernehmen.

Ich kann es aber nicht verantworten, dass Tiere unter grausamen Bedingungen gehalten und auf brutalste Weise hingerichtet werden. Als Enkeltochter eines Landwirts mit Leib und Seele weiß ich, dass es auch anders geht!

Ich kann es auch nicht verantworten, dass die Supermärkte mit toten Wesen im Überfluss ausgestattet sind. Der Anblick von verpackter Wurst mit „Rabatt-Bäbberle“ drauf macht mich wütend. Weil ich finde, die Preise für Fleisch sind ohnehin schon zu niedrig. Und weil ich weiß, dass nicht alles verkauft wird und letztlich auf dem Müll landet.

Sinnlos gestorben.

Ich habe – abgesehen von einem geschäftlichen Essen, bei dem die Pizza mit Parmaschinken belegt und schon fertig gebacken war – meine fleischlose Woche erfolgreich gemeistert.
Und sage weiterhin: Fleisch ja, aber bitte mit dem Bewusstsein dafür, was da auf meinem Teller liegt.

 

 

 

 
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