Es wird unbequem – Ich stelle mich dem Thema Rassismus

Es wird unbequem – Ich stelle mich dem Thema Rassismus

15. April 2021 Manche Themen sind unbequem. Weil man sich nicht so einfach einlesen und die Inhalte auswendig lernen kann. Nein, manche Themen brauchen Einfühlungsvermögen – mit großer Betonung auf „Einfühlung“. Und beim Fühlen wird’s immer persönlich.

Besonders persönlich wird's dann, wenn gewisse Themen dich auffordern, dein Handeln selbst zu reflektieren. Und dich herausfordern, dich deinen eigenen Unzulänglichkeiten zu stellen.

 
Mit Rassismus ist das so.

 

Glaub mir, ich war schon oft kurz davor, das Thema einfach in meinem Kopf in eine der vielen Schubladen wegzustecken. Ins Archiv sozusagen. Wichtig genug, um aufgehoben zu werden. Aber zu unangenehm, um auf dem Schreibtisch zu bleiben.

Ich breche aus der Komfortzone aus – mit Hilfe zweier Freunde. Der eine, ein Geflüchteter, der seine Heimat verlassen musste, um sein Leben zu retten. Der andere, ein waschechter Schwabe, der aufgrund seines Aussehens oft nicht so wahrgenommen wird. Und ich privilegierte weiße Frau.

Gemeinsam möchten wir etwas tun und bikulturelle Familien stärken. Wie genau? Daran tüfteln wir gerade. Ich bin mir sicher, bald kann ich mehr davon berichten. Mein erster Schritt ist aber das Einfühlen.

 
P. S. Damit dies doch noch eine Kunst-Kolumne wird, schau mal Robert Delaunays „Formes circulaires“. Alle Farben und Formen im Einklang. Ist es nicht herrlich, wie sie gemeinsam leuchten?

 

 
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