Armes Pflänzchen

Armes Pflänzchen

13. November 2020
Henri Rousseaus Gemälde Foret vierge au soleil couchant – 1910, Öl auf Leinwand, 144,0 × 162,5 cm – lässt Janine in ihrer Kunst-Kolumne In Kunst denken vom eigenen Indoor-Dschungel träumen.

 
Grüne Daumen sind angeboren.

Das müssen sie sein. Ich habe die Suchmaschine regelrecht gequält und keiner ihrer Tipps hat gefruchtet.

Denn um dem großen Pflanzensterben ein Ende zu bereiten, habe ich mich ernsthaft bemüht, mich beim Grünzeug beliebter zu machen:

 
Die Pflanzenwahl

Ich habe mir nur die Arten angeschafft, die meine Freundinnen – wahre Plant-Ladies übrigens – mir bei meinem Talent empfohlen haben. Aber selbst die pflegeleichtesten mögen mich wohl nicht.

 
Das Gießen

Ich schreibe mir dafür sogar Merkzettel und pinne sie an den Kühlschrank. Aber wie anspruchsvoll kann man sein? Zuerst staubtrocken, obwohl frisch gegossen. Dann eine Woche später, selbes Szenario – siehe da: Schimmel.

 
Das Umtopfen

Ich habe gelesen, manche Pflanzen wollen sich entfalten und brauchen größere Töpfe. Deshalb hab ich jetzt zwei Exemplare in der Bude, die in ihrem Töpfle fast untergehen. Keine Spur von Entfaltungswille.

 
Die Beobachtung

Ich kapituliere! Hier habe ich eindeutig versagt. Wie soll ich die Pflanzen genau beobachten, wenn ich mich die Hälfte der Woche nicht zuhause befinde? Tschuldigung!

 
Wieso mögen Pflanzen mich nicht?

Ich liebe das lebendige Grün doch auch. Und wünsche mir in meiner Wohnung einen Dschungel wie auf Rousseaus Bildern.
Hat mir jemand grüne Farbe für den Daumen?

 

 
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