Mit Kunst nach vorne schauen

Mit Kunst nach vorne schauen

In Kunst denken – so nennt Janine ihre neue Kolumne und sie freut sich sehr, dass sie #imländle nun auch kunsthistorisch bereichern kann. Von einem Kunstwerk ausgehend lässt sie ihre Gedanken gleiten. Zur momentanen Situation, zu allgemeinen Themen, die sie bewegen, zu ganz Banalem. Was sie sich dabei wünscht? Dass Bilder Impulse geben und neue Dimensionen eröffnen. Dass sich individuelle Gedankengänge ergeben und die Menschen die Kunst in ihr Leben treten lassen.

Heute bei In Kunst denken kreisen Janines Gedanken um folgendes Kunstwerk: Edward Hopper Cape Cod Morning, 1950, Öl auf Leinwand, Smithsonian American Art Museum, 86,7 × 102,2 cm

 

Dort steht sie, die junge Frau. In ihrem luftigen Kleidchen beugt sie sich nach vorne. Es sind nur die Hölzer der Fensterrahmen, die sie von der Außenwelt abgrenzen. Sie steht nicht isoliert zu ihr, sondern einfach ein bisschen auf Abstand.

Und so verliert sich ihr Blick in der Ferne.

Morgen in Cape Cod ist ein Gemälde des Künstlers Edward Hopper. Er hat es 1950 gemalt. Einige von Edward Hoppers Darstellungen sind geradezu dafür gemacht, sie auf unsere Lage zu projizieren. Nämlich immer dann, wenn ein einzelner Mensch allein in den Fokus rückt. Interaktion spielt in diesen Kunstwerken keine Rolle.

Es ist nur der Mensch, ganz bei und mit sich selbst allein gelassen.

Ich liebe Edward Hoppers Bilder dafür, dass sie so seicht wirken. Die Farbgestaltung ist unaufgeregt, schreit nicht nach dem großen Auftritt. Die Kompositionen sind durch klare Linien aufgebaut, hier gibt es kein Chaos und Gewimmel. Die eingerahmte Welt scheint leicht zu sein. Selbst dann, wenn die Protagonisten der Einsamkeit ausgesetzt sind und in Gedanken versinken, dabei beinahe traurig aussehen.

Ich hoffe, wir können uns genau diese Leichtigkeit ins Wohnzimmer holen.

Wir können uns endlich wieder auf das konzentrieren, was fernab der schnellen, hektischen Außenwelt stattfindet; können ganz bei uns selbst sein. Das funktioniert durchaus auch mit einer kleinen Prise Melancholie. Die gehört wahrscheinlich immer dazu, wenn wir uns selbst reflektieren und bevor wir Anlauf zum nächsten Schritt nehmen.

Wichtig ist letztlich aber nur eines: Der Blick nach vorn.

Diesen Fokus brauchen wir jetzt mehr denn je. Genau so, wie es uns die Frau auf dem Bild vormacht.

 

 

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