Sieben innovative Ideen aus Reutlingen

Sieben innovative Ideen aus Reutlingen

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Schlägt man das Wörtchen innovativ im Duden nach, werden einem viele Synonyme dazu vorgeschlagen: einfallsreich, fantasievoll, ideenreich, innovationsfreudig, originell, schöpferisch; (bildungssprachlich) kreativ. So ziemlich alles davon trifft auf meine folgenden sieben Punkte zu, denn ich stelle euch in diesem Siebener innovative Ideen aus Reutlingen vor.

 

 

Pomologie

Die Pomologie – genauer gesagt die Lehranstalt für Gartenbau, Obstkultur und Pomologie – wurde 1860 von Eduard Lucas gegründet und war die erste Ausbildungsstätte für Gärtner in Deutschland. Außerdem sollten in der dazugehörigen Baumschule Obstsorten überprüft werden. Auf Reutlingen kam Lucas durch einen Zufall: Er hielt in der Stadt einen Vortrag über Obstbau und stellte fest, dass sich die Gegend besonders gut dafür eignete. Jahre später brach der Erste Weltkrieg aus, wovon sich das Institut leider nicht mehr erholte – 1922 wurde es zwangsversteigert. Heute ist die Pomologie ein Naherholungsgebiet.

 

Bruderhaus-Diakonie

Die Bruderhaus-Diakonie – eine der führenden Sozialeinrichtungen im Südwesten – wurde in Reutlingen gegründet. Initiator war Gustav Werner, ein mittelloser Prediger, der unbedingt Gutes tun wollte und deshalb Waisenhäuser und Werkstätten gründete. Eine innovative Idee, die sich bis heute gehalten hat.

Übrigens lernten sich in genau dieser Bruderhaus-Diakonie auch Maybach und Daimler kennen. Eine Geschichte, die sich wohl nicht mal der beste Hollywood-Regisseur ausdenken könnte, oder was meint ihr?

 

Daimler und Maybach

Ich will es mal ganz hart ausdrücken: Ohne Reutlingen gäbe es kein Mercedes. Denn wenn Reutlingen nicht gewesen wäre, dann wären sich Wilhelm Maybach und Gottlieb Daimler niemals begegnet und der erste schnelllaufende Benzinmotor und der Verbrennungsmotor wären vielleicht nie entstanden.

Aber von vorn. Nachdem seine Eltern verstorben waren, fand Maybach im Reutlinger Bruderhaus ein neues Zuhause. Hier erhielten Waisenkinder aus armen Familien Erziehung und eine Ausbildung. Wilhelm Maybach wurde zum technischen Zeichner und Konstrukteur ausgebildet. Gottlieb Daimler war der Leiter der Maschinenfabrik des Bruderhauses und erkannte sofort Maybachs Talent. Später wurde Maybach dann Direktor der Daimler-Motoren-Gesellschaft und hatte maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Autos. Und so fanden die beiden in Reutlingen zusammen und entwickelten die wohl innovativsten Ideen überhaupt.

 

Nationales Eisenbahnnetz

Ohne diesen Reutlinger würden wir uns wohl nicht so easy mit der Bahn fortbewegen können, wie wir es heute gewohnt sind. Ich spreche von Friedrich List. Der Reutlinger Wirtschaftstheoretiker, Diplomat und Unternehmer setzte sich zwischen 1833 und 1837 dafür ein, ein nationales Eisenbahnnetz zu schaffen. Er entwarf sogar einen Netzplan. Der Gedanke dahinter war rein wirtschaftlich: schnellere Transportwege und die Möglichkeit zum Massentransport. Ihr seht also: Ohne List würde es das Zugnetz, wie wir es heute kennen, nicht geben.

 

Gmindersdorf

Ja, auch damit wurde in Reutlingen deutsche Geschichte geschrieben, denn Gmindersdorf war sozusagen die allererste soziale Wohnbausiedlung. Sie wurde zwischen 1903 und 1923 von dem Textilunternehmen Ulrich Gminder GmbH gebaut. Damit hatte Gminder seine Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe zum Betrieb und konnte neue Arbeitskräfte von außerhalb mit Wohnfläche anlocken. Ziemlich schlaue Idee!

 

Burkhardt + Weber

Schon 1950 zählte Burkhardt + Weber zu den innovativsten Werkzeugmaschinenbauern Deutschlands. 1951 zum Beispiel baute die Firma die erste Transferstraße Europas. 1959 wurde das weltweit erste Bearbeitungszentrum vorgestellt, das über eine NC-Steuerung durch Lochstreifen verfügte, und ab 1993 wurden Bearbeitungszentren von Burkhardt + Weber mit digitaler Steuerungstechnik ausgeliefert.

 

RT_Unlimited

RT_Unlimited ist an sich vielleicht nicht innovativ, doch hier sollen jede Menge innovative Ideen entstehen. Das Gewerbeareal der Stadt Reutlingen soll 2020 an den Start gehen. Start-ups, die Hochschule und junge Unternehmen finden hier einen Ort, um sich zu entfalten – quasi eine Werkstatt für Innovationen.

 

 

 

 

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