Von pubertierenden Eltern

Von pubertierenden Eltern

Könnt ihr euch an eure heiße Phase zwischen Kindheit und Jugend erinnern?

Ich schon. Also nicht mehr an alles, aber an einiges. Ich weiß zum Beispiel, dass das Schamgefühl gegenüber Erwachsenen grundsätzlich in die Höhe schnellte. Die gewollte Coolness und diese unerträglich spießige Art gingen mir ziemlich auf den Senkel. Überhaupt war klar, dass die Meinung von uns jungen Wilden eindeutig wichtiger und richtiger war als die der Alten. Die wiederum schienen oft nicht zu kapieren, dass unsere Rebellion elementar wichtig für ihre Entwicklung war.

Heute schmunzle ich über vergangene Jahre und erwische mich selbst bei dem Versuch, (in Gegenwart von manch jungem Wilden) cooler zu sein, als ich bin

Mein Dad hat mir übrigens verraten, dass ich in der Hochphase meiner Pubertät grundsätzlich gegen seine Entscheidungen war. Darum gewöhnte der Spitz sich an, das Gegenteil von dem, was er wollte, zu behaupten – und fuhr damit eine steile Erfolgskurve in unserem Rennen um Entscheidungen. Clever von ihm, findet ihr nicht? Ich werde mir diese Strategie jedenfalls merken.

Eine liebe Bekannte erzählte mir, sie pubertiere jetzt einfach mit – sie zählt bis drei und fängt das Kichern an, schaltet auf Durchzug oder mimt das Unschuldslamm – und langsam findet sie Gefallen daran.

Definitiv auch ein extrem cooler Weg!

 

 

 

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  • Kurz nachgedacht: Schmerzen

Vor einigen Tagen hat mich mein Rücken dermaßen aus dem Alltag gerissen, dass mir nicht anders übrig bleibt, als zur persönlichen Verarbeitung darüber zu schreiben.

Ich tanzte quasi durch die ersten Wochen des neuen Jahrzehntes, bis plötzlich gar nichts mehr ging. Beim Spazierengehen mit meinem Kollegen Heino – während eines konstruktiven Austausches – hatte ich plötzlich das Gefühl, dass mir jemand leichte Stromstößle in meinen unteren Rücken verabreicht! AUTSCH!

Ein paar Stunden später ging nichts mehr.

Jede kleinste Bewegung tat weh. In der Nacht fand ich mich neben dem Bett, auf allen Vieren wieder und wusste nicht, wie ich jemals wieder auf die Beine kommen sollte. Irgendwann wirkten die Schmerztabletten, ich schlief im Sitzen ein und wachte vor dem Morgengrauen auf. Die Nacht war überstanden.

Das Leiden ging einige Tage und wurde langsam besser.

Heute weiß ich, dass drei Lendenwirbel, zwei Brustwirbel und ein Halswirbel für die gefühlten Stromschlägle Verantwortung trugen.

Ich frage mich, wie sich Menschen fühlen, die ständig unter Schmerzen leiden?

Gewöhnt man sich daran? Bestimmt nicht, oder? Die Lebensqualität ist eingeschränkt, die Nerven liegen blank und es tut einfach nur weh. Wie erträgt man das? Ich weiß es nicht.

Darum gilt mein ganz großes Mitgefühl jenen Menschen, die (chronische) Schmerzen haben! Es tut mir wirklich unendlich leid.

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