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    Der gute Ton für ein indisches Frauenhaus

    Sina und Wolfgang Fischer sind ein Powerpaar. Gemeinsam mit vielen anderen Künstlern organisieren sie am 9. Dezember in Tailfingen ein Benefizkonzert zugunsten eines indischen Frauenhauses. Die Geschichte dahinter ist zutiefst berührend.

     

    Angefangen hat alles mit dem Wunsch nach einem zweiten Kind. Sina und Wolfgang Fischer wollten einer Waise aus Indien ein Zuhause, eine Familie bieten; es mit Liebe und Fürsorge aufwachsen sehen. Doch alles kam anders, als es die beiden geplant hatten.

    Heute wächst die kleine Saloni tatsächlich in einem Zuhause mit Liebe und Fürsorge auf. Aber nicht bei den Fischers – sondern bei ihrer leiblichen Mutter Sangeeta.

    Wie alles begann

    Aber lasst uns mal ganz von vorn anfangen. Wolfgang Fischer kam schon Mitte des Jahres auf uns zu. Gemeinsam mit vielen anderen Künstlern veranstaltet er am Sonntag, 9. Dezember, ein Benefizkonzert in der St.-Franziskus-Kirche in Albstadt-Tailfingen. Sie wollen Spenden für das Frauenhaus Ish Kripa in Nord-Goa in Indien sammeln. Wie ihr wahrscheinlich wisst, liegen uns die sozialen Themen #imländle sehr am Herzen. Also sagten wir natürlich sofort zu.

    Anfang November telefonierte ich dann persönlich mit Sina Fischer, die für die Öffentlichkeitsarbeit des Konzerts zuständig ist. Und was soll ich sagen? Ich bin hin und weg vom Engagement des Ehepaars.

    Helfen mit Herz

    Das Ganze sei auf ihrem Mist gewachsen, erzählt mir Sina bei unserem Telefonat. Die Fischers wollten ein Kind aus Indien adoptieren. Über Kontakte kamen sie zu dem Frauenhaus Ish Kripa. Dort fanden sie wiederum Sangeeta, die die kleine Saloni zur Adoption freigeben wollte, und das aus einem ziemlich traurigen Grund. Die Mutter schaffte es nicht, das kleine Mädchen allein durchzubringen. Das Geld, das sie als Hausmädchen verdiente, reichte hinten und vorne nicht, zumal sie das Kind im Haus einsperren musste, während sie bei der Arbeit war – zu dessen eigenem Schutz. „Saloni war damals bereits sieben Jahre alt und galt somit als Freiwild für andere”, erzählt mir Sina betroffen.

    Die Fischers wollten diese Zustände nicht dulden und unterstützen mit Hilfe von Familie und Freunde Sangeeta und Saloni seitdem aus eigener Tasche. Über das Smartphone, das Sina und Wolfgang den beiden Inderinnen schenkten, stehen die beiden Familien in engem Kontakt. Zweieinhalb Jahre sind seitdem ins Land gegangen. Mutter und Tochter leben nun nicht mehr in einer Blechhütte, sondern in einem kleinen Haus. Saloni besucht sogar eine Privatschule.

    Ohne die Fischers wäre das alles nicht möglich gewesen. „So wie wir es von Anfang an wollten, unterstützen wir ein Kind, lassen es dabei aber in seiner gewohnten Umgebung”, betont Sina. Ein Kind hat das Ehepaar nicht adoptiert. „Uns ging es immer nur darum: Wenn, dann wollen wir helfen.” Das tun die beiden tatsächlich. Aber auf eine andere Art, als sie vor gut zweieinhalb Jahren noch glaubten.

    Für Frauen einstehen

    Saloni und ihre Mutter sind nicht die Einzigen, die die Fischers unterstützen wollen. Die beiden haben es sich zur Aufgabe gemacht, dem katholischen Frauenhaus in Nord Goa helfend zur Seite zu stehen. Genau aus diesem Grund veranstalten sie das Benefizkonzert: am Sonntag, 9. Dezember, in der St.-Franziskus-Kirche in Tailfingen. Beginn ist um 18 Uhr. Das Konzert kostet keinen Eintritt. Stattdessen gibt es eine Kasse, in die die Besucher ihre Spende legen können.

    Der gute Ton

    Gespielt wird eine bunte Mischung aus Pop, Jazz und klassischer Orgel. „Und passend zur Jahreszeit werden keine Weihnachtslieder gespielt“, fügt Sina lachend hinzu. Für die gute Sache stehen gleich mehrere Musiker ein: Mit dabei sind Britta Medeiros und Alexander Kraus (Pop und Poesie), Jasmin Roth (Gesang), Florian Dohrmann (Bass), Arno Haas (Saxofon), Jeremias Fangauer (Trompete), Bernd Koch (Orgel), Andy Schoy (Schlagzeug) und Wolfgang Fischer (Piano).

    Helfen mit links

    Ich persönlich finde dieses Konzert eine gute Sache. Eigentlich kann es einem doch kaum einfacher gemacht werden: Man geht zu einem Konzert, steckt ein paar Euro mehr ein, genießt die gute Musik und tut nebenher etwas Gutes für Frauen und Kinder aus Indien. Worauf wartet ihr also noch?

     

     

     

     

     

     

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