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    Jeder hat das Recht, sich schön zu fühlen

    Jeder hat das Recht, sich schön zu fühlen

    Silke Thiercy ist Schriftstellerin und freie Journalistin und schenkt uns diese tolle Geschichte. Mit ihrem Bericht erfahren wir, wie Friseurmeisterin Sandra Schuba aus Albstadt ihren Beruf zur Berufung macht und dabei Menschen mit Handicap hilft. „Jeder hat das Recht, sich schön zu fühlen“, sagt Sandra Schuba. Unter diesem Leitspruch hat sie ihre Idee verwirklicht, Menschen in sozialen Einrichtungen zu besuchen und ihnen mit einem professionellen Haarschnitt ein Stück Lebensqualität zu schenken.

    Sandra Schuba ist als mobile Friseurin vor Ort für Menschen da

    „Auch Menschen mit Handicap oder Senioren wollen schön sein“, weiß Sandra Schuba. Die 31-jährige Friseurmeisterin aus Albstadt bietet mit ihrem mobilen Salon eine Neuheit im Zollernalbkreis an: Sie besucht neben Pflege- und Altenheimen auch Behinderteneinrichtungen.

    Waschen, Schneiden, Föhnen – wer Haus oder Bett nicht verlassen kann, der kommt meistens nicht in den Genuss eines professionellen Haarschnitts oder einer Kopfwäsche

    Immer wieder fragten Kunden in den vergangenen Jahren bei Friseurmeisterin Sandra Schuba nach, ob es nicht möglich wäre, die alten oder kranken Eltern zu Hause oder im Heim zu frisieren. Immer musste sie verneinen. „Und das hat mir so leidgetan“, sagt Sandra Schuba.

    Dass das keine hohlen Worte sind, beweist sie seit einigen Monaten mit „Haardejavu“. So nennt sie ihren mobilen Friseurdienst, bei dem auch Dauerwellen, Färben oder Strähnen kein Problem sind. Mit einem mobilen Waschbecken kann sie auch im heimischen Bad die Haare der Kunden waschen, ohne dass die sich über dem Waschbecken Rückenschmerzen holen.

    Die schönsten Momente erlebt die 31-Jährige, wenn Kunden mit Behinderung sie nach dem Haarschnitt, der ganz oft sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen braucht, anstrahlen

    „Da leuchten nicht nur deren Augen“, gibt sie zu. Ob betreutes Wohnen, Rehazentrum oder Pflegeheim, Sandra Schuba möchte all jene frisieren, die nicht oder nicht mehr in einen Salon gehen können. Manchmal sind das auch Menschen, die beruflich zu sehr eingespannt sind, oder frischgebackene Mütter, in deren Tagesablauf eigentlich keine Zeit zum Schönsein ist.

    „Helfen können“, das war schon immer ein Motto der Friseurmeisterin

    Dass sie nun zwei Leidenschaften – Beruf und Menschlichkeit – unter einen Hut bringen kann, ist für sie ein Geschenk. Mit täglich neuen, bereichernden Begegnungen. Wenn „ihre“ Sandra das Behindertenheim besucht, ist das für viele Bewohner ein Feiertag. Am liebsten wollen sie die junge Frau gar nicht mehr gehen lassen, umarmen und drücken sie ganz fest. Und erzählen Geschichten, wie die Kunden aus den Seniorenheimen. Denn anders als ihre Kollegen in den Salons, wo die Meisterin derzeit immer noch angestellt ist, hat sie Zeit und Muße, wenn sie auch mal direkt am Pflegebett Schere, Kamm und Spiegel auspackt.

    Wenig Zeit lässt der gebürtigen Frankfurterin ihr Beruf – oder wie sie sagt: ihre Berufung – im Moment für ihr Hobby, das Westernreiten. „Das macht aber nichts“, sagt sie und lacht. „Ich lerne so viele Menschen kennen.“ Und denen will sie ganz einfach eines geben, was für andere Menschen selbstverständlich ist: einen schönen Haarschnitt.

     

    Weitere Infos findet ihr unter: www.haardejavu.de

     

    Sandra bei der Arbeit/Silke Thiercy
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