Jeder Anfang endet irgendwann

Jeder Anfang endet irgendwann

Jeder Anfang endet irgendwann, doch irgendwann kam viel zu schnell.

Cro

Die Zeit verfliegt in letzter Zeit so schnell.

Vielleicht liegt es an diesem Jahr, das schon von Anfang an so turbulent ist, an den vielen Sachen, die täglich passieren. Die vielen neuen Dinge, die immer und immer auf uns einprasseln. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich älter werde. Als ich ein Kind war, konnte die Zeit nicht schnell genug vergehen. Und jetzt sitze ich hier, mit meinen 19 Jahren und wünschte, die Welt würde sich für einen Augenblick aufhören zu drehen. Ich wünschte, ich könnte manche Momente einfangen und sie sicher verschlossen in einem Marmeladenglas aufbewahren. Sie irgendwann nochmal Revue passieren lassen. In der Vergangenheit schwelgen. Sie niemals loslassen.

Und einfach SEIN.

Manchmal gibt es Phasen in meinem Leben, die einfach zu schnell vergehen. Gestern bin ich noch Hand in Hand mit meinem kleinen Bruder zur Grundschule gelaufen. Und heute sind es nicht mal mehr drei Wochen zum Beginn meines Studiums. Das haut mich aus den Socken. Oder wie Leute in meinem Alter sagen würden: Mindblowing! Kaum zu fassen, alles fühlt sich so surreal an. Weil das Leben langsam ernst wird.

Und das ist zwar auch ein bisschen beängstigend, aber auch absolut aufregend. Ich kann es kaum erwarten.

Eine Zeit, die auf jeden Fall auch VIEL zu schnell vorbei ging, ist diese hier: Mein Praktikum bei #imländle. Und eine Zeit, die ich keinesfalls missen wollen würde. Ich habe viel gelernt. Dinge erfahren, von denen ich nichts wusste. Orte besucht, die ich noch nie gesehen habe. Verantwortung übernommen. So tolle Menschen kennengelernt. Meine Komfortzone verlassen. Und so viel Freiheiten bekommen. Besser hätte ich mir diese Zeit gar nicht vorstellen können. Und das sage ich jetzt nicht nur so, wirklich! Ich meine es so.

Und jetzt heißt es schon wieder: Time to say goodbye.

Die Zeit verging wie im Flug. Aber das zeigt nur umso mehr, wie sehr ich die gemeinsame Zeit und die Arbeit zusammen geschätzt und genossen habe. Wie sagt man? Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Leichter gesagt als getan.

Denn aller Abschied ist schwer.

Mit Abschieden hatte ich schon immer so meine Probleme. Wir leben in einer so bewegten Zeit. Wer weiß da schon, was morgen, was übermorgen passiert? Man verabschiedet sich mit einem „Bis bald“, aber manchmal sieht man genau diese Person erst eine halbe Ewigkeit später. Es könnte auch das letzte Mal sein, dass man sie sieht. Und man weiß es in diesem Moment einfach nicht. Ahnt davon nichts. Bereitet sich deshalb auch nicht darauf vor. Wir können nie sicher sein, dass wir diese Person morgen tatsächlich wiedersehen. Oder jemals.

Manchmal ist das Leben unerwartet und bringt Dinge mit sich, mit denen wir nicht gerechnet haben.

Siehe Corona. Die Welt, in der wir leben, ist unberechenbar. Und deshalb liebe ich es, im Moment zu leben. Denn man weiß nie, wann er endet. Ich möchte so viel aus meinem Leben mitnehmen, wie ich kann.

Denn unsere Welt, dieses Leben hat so viel mehr zu bieten. So viel mehr, als wir jemals auch nur erahnen werden.

Es gibt so viele Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, was täglich passieren kann. Ich meine, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ICH, ich als Mensch überhaupt so existiere? Dass ich hier in Deutschland leben darf, eine gute Bildung genieße, gesund und glücklich bin? Das ist nicht selbstverständlich. Und das vergessen wir manchmal.

Glaubt ihr an Zufall? Oder an Schicksal? An Karma?

Wenn ich darüber nachdenke, sinke ich in einen Strudel aus Gedanken. Manchmal gibt es Situationen, in denen man denkt: „Das kann jetzt kein Zufall sein, das wäre zu absurd“. Aber zu glauben, dass es da draußen eine höhere Macht gibt… Puh, das ist fast schon ein bisschen beängstigend, oder? Dass aber alles irgendwann zu einem zurückkommt, davon bin ich überzeugt. Man sagt ja nicht umsonst:

Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu.

Habe ich schon in der Grundschule gelernt. Toleranz und Respekt sind in der heutigen Zeit ein so aktuelles Thema. Wer selber in seinem Sein toleriert werden will, sollte das auch anderen Menschen entgegenbringen.

Wer weiß, vielleicht gibt es ja tatsächlich eine höhere Macht, die unser Leben bestimmt. Vielleicht haben wir selbst gar keine Kontrolle darüber. Vielleicht ist unser Leben schon bis ins kleinste Detail vorausgeplant. Vielleicht passiert alles aus einem bestimmten Grund. Vielleicht besteht unser Leben aber auch aus einem großen „Vielleicht“. Und sollte letzteres der Fall sein, dann bin ich gerne bereit dazu. Um es mit den letzten Worten des Franzosen François Rabelais zu sagen:

Nun mache ich mich auf die Suche nach dem großen ‚Vielleicht‘.

Jetzt verabschiede ich mich aber an dieser Stelle nun endgültig: Macht’s gut, schön war’s. Und keine Angst, ihr werdet noch von mir hören. So schnell werdet ihr mich dann doch nicht los. Man sieht sich schließlich immer zweimal im Leben. Und manchmal auch öfters.

Liebste Grüße

Leonie

 

 

 

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