Ein Interview mir der neuen alten Oldie Night Band

Ein Interview mir der neuen alten Oldie Night Band

Am Freitag beehrt uns auf dem #imländle Event die Oldie Night Band (kurz O.N.B.). Schon in den 90er Jahren und darüber hinaus war sie eine der erfolgreichsten Coverbands der Region. Und wenn man sie nicht von damals kennt, dann vielleicht von ihrer erfolgreichen Comeback-Show beim Balinger Best of 2019 oder aber vom kürzlichen Drive-in Konzert bei der Kunsteisbahn. Unsere Praktikantin Leonie hat mit der Sängerin Nicole Vielhauer ein kleines Interview für euch geführt, um diese Band besser kennen zu lernen.

 

Zu Beginn, Nicole, was verbindest du mit dem Ländle?

Wenn ich das auf die Musik beziehe, dann auf jeden Fall regionale Musiker. Ganz allgemein gehalten, die frische Luft, die Berge, vor allem die Landschaft eben.

 

Was war der Auslöser zu eurer Wiedervereinigung?

Ich war ja in der ursprünglichen Besetzung nicht mit dabei. Der Reiner hat mich als Hauptsängerin bei einer anderen Band gesehen. Er sagte mir, dass er auch wieder unbedingt Musik machen wolle mit seiner alten Band. Mitglieder, wie Harry und Reiner, spielten auch immer noch in verschiedenen anderen Bands zusammen mit. Der Kontakt innerhalb der O.N.B.-Besetzung ist daher nie abgebrochen. Irgendwann hatte mich dann der Reiner kontaktiert und gefragt, ob ich bei ihnen in der Oldie Night Band mitsingen möchte. Gesagt, getan.

Ich finde immer, man geht mit anderen Musikern sowas wie eine Beziehung ein beim Musikmachen. Deswegen hatte ich am Anfang schon Respekt davor. Aber alles hat harmoniert. Mir gefällt die Art, wie geprobt wird, unglaublich gut. Ziele werden klar definiert, alle üben auch zu Hause, sodass wir in den Proben vorankommen – es geht einfach was. Für mich hat sich das angefühlt, als sei ich frisch verliebt. Es war und ist eine absolute Bereicherung für mich. Da ich ja ursprünglich aus Baden komme, hatte ich ein bisschen Angst davor, alles, eben auch Bandanschlüsse, nochmal neu aufzubauen. Und jetzt bin ich hier mit dabei. Das hat mein musikalisches Netzwerk um ein Weites vergrößert. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich bin stolz darauf, in dieser Band mitzumachen.

 

Was glaubst du, was hat sich in der regionalen Musikbranche im Vergleich zu früher verändert?

Ich habe das Gefühl, alles ist unglaublich abhängig von Social Media geworden. Das habe ich noch anders erlebt. Da hat man noch von Mund zu Mund Werbung gelebt, so mit Sätzen, wie „Hast du die Band schon gehört?“ und „Die solltest du für dein Fest engagieren!“ Damals war es einfacher und direkter, heute finde ich das als regionale Band relativ schwierig. Manche überfordert Social Media eben. Man ist nicht damit vertraut und weiß nicht, wie man welche Zielgruppe anspricht.

Ein Problem ist ebenfalls, dass viele nicht mehr bereit sind, für gute, handgemachte und regionale Musik zu zahlen. Sie hätten das lieber für umsonst und es kommt das Gefühl auf, dass es zum Teil nicht mehr richtig wertgeschätzt wird. Aber so läuft die moderne Musikbranche, auch wenn ich finde, dass sich das musikalische Klangbild im Vergleich zu früher vereinfacht hat.

 

Was spielt ihr? Und spielt ihr etwas besonders gerne?

Eigentlich haben wir eine ziemlich große Bandbreite, indem ein bisschen Einfluss von jedem dazu kommt, da wir alle auch oftmals noch in kleineren Bands oder Besetzungen spielen. Allgemein spielen wir aber Pop- und Rockmusik aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Meine persönlichen Lieblinge sind dabei „Separate Ways“ und „Don’t stop believing“ von Journey.

Ich würde uns als sehr vielfältig beschreiben, sowohl im Gesang als auch in den Instrumenten. Wir sind ein Sammelsurium aus allem. Und wir haben unter uns ein paar wahnsinnig talentierte Musiker.

 

Auf was freut ihr euch am meisten bei dem #imländle Event?

Solche Konzerte wie das Drive-in Konzert, bei dem wir ebenfalls mit dabei waren, haben gezeigt, dass sich durch Corona schon einiges verändert hat. Wir freuen uns darauf, wenn sich alles wieder lockert. Auf eine Zeit nach der Pandemie, in der wir das Korsett, das Corona uns verliehen hat, endlich wieder ablegen und in der wir uns wieder frei auf der Bühne bewegen können.

 

 

 

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