Einfach mal nett sein: Random Acts of Kindness

Einfach mal nett sein: Random Acts of Kindness

Aus den USA stammt die Idee der Random Acts of Kindness – kleine Nettigkeiten, die man wie zufällig verteilt. Genau das richtige Geschenk für Weihnachten, findet Maya.

 

Ihr kennt das ja: Weihnachten ist die Zeit der Besinnung.

Jedes Jahr aufs Neue wird einem das vorgepredigt. Und auch wenn einem das schon fast zu den Ohren raushängt, hat es doch irgendwie was Wahres dran.

Mal ehrlich: Wann im Jahr kommen wir dazu, uns selbst zu besinnen? Mal einfach ganz bei uns zu sein und unser Denken und Handeln zu überdenken? Wenn ich von mir selbst ausgehe, dann lautet die Antwort: nie.

Also habe ich unseren #imländle-Adventskalender dazu genutzt, mich zu besinnen.

Das geht natürlich nicht ohne vorher ordentlich recherchiert zu haben. Von Weihnachten über Besinnung landete ich bei einer neuen Bewegung aus den USA, die sich Random Acts of Kindness – kurz: RAOK – nennt. Das bedeutet übersetzt so viel wie zufällige Akte der Freundlichkeit.

Das ganze Internet ist voll mit Blogs und Facebookseiten von Engagierten, die von ihren kleinen Nettigkeiten des Alltags berichten: Manch einer hat ein extra U-Bahn-Ticket gelöst und es in der Maschine liegen lassen. Der oder die nächste hat einen Lottoschein ausgefüllt und unter den Scheibenwischer eines besonders klapprigen, alten Autos geklemmt. Jemand kam sogar auf die Idee, in einer Buchhandlung ein Selbsthilfebuch zum Thema Liebeskummer rauszusuchen und einen Gutschein für die Eisdiele um die Ecke mit dem Hinweis „Alles wird wieder gut!“ hineinzulegen. Es geht aber auch noch einfacher: Beim nächsten Einkauf legt ihr einfach eine Tafel Schokolade mehr in den Einkaufswagen und schmeißt diese eurem Nachbar in den Briefkasten.

Weil es zum Thema passt: Zwei meiner Schwestern hatten sich eine Zeit lang vorgenommen, jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen. Ich war sogar einmal dabei, als meine große Schwester absichtlich ein Ein-Euro-Stück im Einkaufswagen stecken ließ, um der Person nach ihr eine kleine Freude zu bereiten.

Bei all diesen Dingen geht es nicht um einen selbst, sondern darum, einer wildfremden Person eine Freude zu machen – und dass ohne die Erwartung einer Gegenleistung.

Und warum das Ganze dann, fragt ihr jetzt? Na weil es glücklich macht, anderen eine Freude zu machen. Und es macht nicht nur dich selbst glücklich, sondern den Beschenkten eben genauso. Allein das Ausführen einer kleinen guten Tat beschwingt einen den ganzen Tag.

Um den Bogen zurück zur Besinnung zu bekommen…

Mir ist aufgefallen, dass man vor lauter Alltag manchmal vergisst, aufmerksam und nett zu sein. Wann habe ich zum letzten Mal bei meinen Nachbarn geklingelt und gefragt, ob ich ihnen vom Bäcker Brötchen mitbringen darf? Jemandem über die Straße geholfen? Ich weiß es nicht.

Zuhause geht es gerade so weiter: Wenn ich vor meinem Laptop sitze und arbeite und mein Freund es wagt, mich währenddessen anzusprechen, reagiere ich manches Mal gereizt, weil er mich aus meiner Konzentration gerissen hat. Ergebnis: miese Stimmung.

Dabei kenne ich es doch aus eigener Erfahrung: Gehe ich in einen Laden und werde besonders nett bedient, gehe ich gleich viel Beschwingter durch den Tag – weil Nettigkeit einem was gibt. Zuwendung, Hilfe, ein Lächeln oder ein freundliches Wort – im Grunde sind das alles doch einfache Dinge, und sie nützen so viel. Wenn man also schon mit ein wenig aufrichtigem Interesse so viel erreichen kann, warum tun wir uns dann so schwer damit? Sind wir vielleicht zu sehr mit unseren eigenen Sorgen beschäftigt? Vergessen wir durch die Hektik im Alltag die Menschen um uns herum?

Aber damit ist bei mir jetzt Schluss.

Ich habe mich besonnen und mir fest vorgenommen, ein paar Random Acts of Kindness zu Weihnachten zu verschenken. Und damit beginne ich nicht erst an Heiligabend, sondern gleich.

Wenn ich von nun an morgens aus dem Haus gehe, kratze ich die Autofrontscheibe meines Freundes auch gleich noch kurz frei. Wenn ich das nächste Mal in ein Café gehe, zahle ich den Kaffee des Kunden nach mir auch gleich mit und wenn ich einkaufen gehe, nehme ich einen Schokoweihnachtsmann zusätzlich mit und lege ihn einer fremden Person in den Fahrradkorb.

Zu Weihnachten Freude schenken – das perfekte Geschenk.

 

 

 

 

 

 

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