Sauwetterle

Sauwetterle

Morgens ist der Himmel grau, am Abend ist er dunkel, und draußen ist es nass.

So viel zu dem Sauwetterle der letzten Tage. Wahrscheinlich fühlen sich im trüben Herbst deshalb viele müde und ausgelaugt und sind vielleicht sogar schlecht gelaunt. Was die Müdigkeit betrifft, bin ich ganz vorne mit dabei. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich vor zwanzig Uhr vom Sofa ins Bett gefallen bin.

Zehn Stunden Schlaf sind eine Ansage, findet ihr nicht?

Der Mann einer Freundin ist Sizilianer und der absolute Champion im Müdesein: Der junge Herr fällt jedes Jahr mit der Uhrumstellung in den Winterschlaf. Vielleicht tickt er wie eine kleine Solaranlage und es fehlen ihm die nötigen Sonnenstrahlen für die Energie nach Feierabend.

Im Sommer werkelt er oft bis tief in die Nacht in seiner Werkstatt oder hält den Garten in Schuss.

Wenn er derzeit nach Hause kommt, dreht er erst mal die Heizung auf Anschlag, holt sich die Daunendecke aus dem Schlafzimmer und verkriecht sich aufs Sofa. Und wehe, seine Frau macht die Fenster auf – da kommt eindeutig zu viel Kalt rein.

Sie wiederum ist dieser Tage auffällig oft draußen unterwegs – um Sauerstoff zu tanken.

„Die klare Herbstluft tut mir gut“, sagt sie.

Was des einen Leid ist, ist des andern Freud. Wie schaut es bei dir aus? Magst du das Sauwetterle?

 

 

 

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  • Kurz nachgedacht: Schmerzen

Vor einigen Tagen hat mich mein Rücken dermaßen aus dem Alltag gerissen, dass mir nicht anders übrig bleibt, als zur persönlichen Verarbeitung darüber zu schreiben.

Ich tanzte quasi durch die ersten Wochen des neuen Jahrzehntes, bis plötzlich gar nichts mehr ging. Beim Spazierengehen mit meinem Kollegen Heino – während eines konstruktiven Austausches – hatte ich plötzlich das Gefühl, dass mir jemand leichte Stromstößle in meinen unteren Rücken verabreicht! AUTSCH!

Ein paar Stunden später ging nichts mehr.

Jede kleinste Bewegung tat weh. In der Nacht fand ich mich neben dem Bett, auf allen Vieren wieder und wusste nicht, wie ich jemals wieder auf die Beine kommen sollte. Irgendwann wirkten die Schmerztabletten, ich schlief im Sitzen ein und wachte vor dem Morgengrauen auf. Die Nacht war überstanden.

Das Leiden ging einige Tage und wurde langsam besser.

Heute weiß ich, dass drei Lendenwirbel, zwei Brustwirbel und ein Halswirbel für die gefühlten Stromschlägle Verantwortung trugen.

Ich frage mich, wie sich Menschen fühlen, die ständig unter Schmerzen leiden?

Gewöhnt man sich daran? Bestimmt nicht, oder? Die Lebensqualität ist eingeschränkt, die Nerven liegen blank und es tut einfach nur weh. Wie erträgt man das? Ich weiß es nicht.

Darum gilt mein ganz großes Mitgefühl jenen Menschen, die (chronische) Schmerzen haben! Es tut mir wirklich unendlich leid.

#schmerzen #schmerzenüberall #schmerzempfinden #rücken #mitgefühl #mitgefühlleben #imländle #kolumne #blogger #blogger_de

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