Die schöne Wilde: Auszeit auf La Gomera

Petra war zwei Wochen auf La Gomera und ist gut erholt ins Ländle zurückgekehrt. Weil die zweitkleinste Kanareninsel bei der Bloggerin einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, gibt’s heute einen Reisebericht für euch. Viel Spaß mit der Inspiration und den tollen Eindrücken.

 

Mit der ehemaligen Hippie-Insel liebäugele ich schon seit einigen Jahren. Bis zu meinem diesjährigen Urlaub fand ich immer wieder Gründe, die mich davon abhielten, auf der Kanarischen Insel meine freien Tage zu verbringen. Entweder waren das Geld und die Zeit zu knapp oder die Anreise war zu aufwendig. Dieses Jahr traute ich mich. Vorneweg: Ja, ich werde es wieder tun. Nein, die Anreise ist easy und somit keine Ausrede wert.

Pauschal und trotzdem individuell

Wir hatten bereits im November 2018 über TUI eine Pauschalreise gebucht. Das war äußerst attraktiv, da in diesem Zeitraum für ausgewählte Hotels ein Kinderfestpreis von 300 Euro angeboten wurde (ich hoffe, die starten heuer wieder mit solchen Preiskracherle durch).

Generell stehe ich nicht auf Pauschalreisen. Ich bevorzuge kleine Hotels, große Abenteuer und individuelle Reisen. Auf der anderen Seite schätze ich einen bezahlbaren Familienurlaub mit Komfort, wenig Aufwand und vor allem mit relaxten Kindern. Diejenigen von euch, die früher mit dem Rucksack über den Globus getravelt sind und heute das Familienglück leben, wissen um die Vorzüge einer entspannten Reise. Fakt ist: Sind die Kinder happy, sind wir es auch. Unter diesen beiden Blickwinkeln habe ich auf La Gomera die goldene Mitte gefunden: das Hotel Jardín Tecina in Playa Santiago.

Die Anreise ist easy

Die Anreise war dank TUI super organisiert. Am Flughafen von Teneriffa wurden wir von einer Mitarbeiterin in Empfang genommen. Sie lotste uns zum Bus, der uns an den Hafen brachte. Nach einer kurzen Wartezeit setzten wir mit der Ohlsen-Fähre in knapp fünfzig Minuten nach La Gomera über. Dort angekommen ging es mit dem Bus in einer knappen Stunde zum Hotel.

Das Hotel Jardín Tecina

Die Bungalow-Anlage mit 70.000 qm großem Garten und Eco-Finca wirkte bereits bei der Ankunft einladend und familiär. Das Hotel liegt fünfzig Meter oberhalb einer Steilküste – der Blick auf den Atlantik ist von vielen Plätzen aus ein Träumchen.

Unsere geräumigen Doppelzimmer waren ebenerdig, mit Balkon und ebendiesem grandiosen Blick aufs Meer. Gereinigt wurde jeden Tag, und das äußerst gründlich. Neben einem Golfplatz, mehreren Pools, Bars und Restaurants, Adult-only-Bereichen sowie Sport- und Animationsprogramm bietet das Tecina vor allem eines: Ruhe.

Wir trafen auf internationales Publikum und viele kanarische Einheimische, die sich übers Wochenende eine Auszeit auf der Nachbarinsel gönnten. Ich wiederum gönnte mir Massagen, Kosmetikbehandlungen, viel Sport, Zeit mit der Familie, ein gutes Buch und das häufig verlernte Nichtstun.

Was das Essen und die gebuchte Vollpension plus betrifft, war ich von der Getränkeauswahl begeistert. Sie ist bei den Mahlzeiten größtenteils inklusive und wird in kleinen Glasfläschchen und Karaffen, mit Weinkühler und somit mit Stil serviert. Das einzige kleine Manko war die Essensauswahl im Hauptrestaurant: Geschmacklich ist da noch Spielraum. Satt geworden bin ich trotzdem. Die Spezialitäten-Restaurants hingegen kann ich wärmstens empfehlen, das Ambiente und die Speisen sind vorzüglich!

Das Personal ist zum größten Teil sehr freundlich – ein dicker Pluspunkt für das herzliche Lächeln und die vielen freundlichen Gesten, die wir geschenkt bekamen. Sie machen die genervten Gesten, die ich zweimal im Hauptrestaurant und einmal deutlich an der Rezeption zu spüren bekam, definitiv wieder wett.

Alles in allem kann ich euch das Jardín Tecina mit bestem Gewissen und einem aufrichtigem Lächeln wärmstens empfehlen. Bucht, wenn möglich, ein Zimmer mit Meerblick, es lohnt sich!

Die Insel

Die Insel selbst haben wir bei mehreren Ausflügen erkundet. Ich nahm an einer geführten Wanderung durch den Nationalpark teil (ca. 35 Euro), wir lernten La Gomera bei einem Tagesausflug kennen (ca. 40 Euro), schipperten mit einem Boot zum Delphinebeobachten aufs Meer (ca. 38 Euro) und cruisten mit einem Mietauto (1 Tag 28 Euro + tanken) nach Valley Gran Rey.

Besonders gut gefielen mir die Wanderung mit atemberaubendem Blick auf den Tide und unser Besuch in Valley Gran Rey. Ich mag das Flair des kleinen Touristenorts, der früher ein Hotspot für Hippies war. Noch heute wird am Abend auf den Straßen Musik gespielt und getanzt. Manche Höhlen sind von Aussteigern bewohnt (auch wenn die Polizei das nicht gerne sieht) und auch die dunklen Sandstrände sind großartig.

La Gomera zählt knapp 22.000 Einwohner und wurde (bisher Gott sei Dank) nicht von den Hotelketten dieser Welt zubetoniert. Mit ihrer Ursprünglichkeit und dem gediegenen Touristenleben ist sie das perfekte Urlaubsziel für diejenigen unter euch, die auf der Suche nach einem besonderen Schätzle sind.

Wie in „The Beach“

Mir wurde die Besonderheit bewusst, als wir einen Tag vor dem Heimflug nach Teneriffa oder genauer gesagt nach Adeje reisten. Dort übernachteten wir in einem 5-Sterne-Hotel und lernten für eine Nacht den Trubel der Tourihochburg kennen. Ein Kulturschock! So muss sich Leonardo DiCaprio in „The Beach“ gefühlt haben, als er nach seinem Leben im Aussteigerparadies in Bangkok landete. Und ich fühle mich ein bisschen wie er, als er seine beste Zeit am Strand erlebte, wenn ich an meinen Urlaub auf La Gomera zurückdenke.

 

 

 

 

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