Sieben lustige Osterbräuche aus aller Welt

Sieben lustige Osterbräuche aus aller Welt

Ostern, das bedeutet bunte Eier, Osterhase und Osternester. Es geht aber auch anders. Passend zu unserer kommenden Osteraktion habe ich euch sieben skurrile und lustige Bräuche aus aller Welt zusammengesucht. Wer weiß, vielleicht schaut sich ja jemand was davon ab und macht es bei seiner eigenen Familienfeier nach?

 

Australien

Jedes Kind freut sich über den Osterhasen – nicht so in Australien. Dort hat sich Meister Löffel nach seiner Einwanderung aus Europa zu einer solchen Plage entwickelt, dass einheimische Tierarten bedroht sind. Kurzerhand wurde der Osterhase durch ein anderes Tier ersetzt: den Bilby. In Australien kann man ihn zu Ostern aus Plüsch oder aus Schokolade kaufen. Er sieht unserem Osterhasen übrigens erstaunlich ähnlich – obwohl er ein Beuteltier ist – und profitiert sogar von dem Hype: Ein Teil des eingenommenen Geldes fließt in Tierschutzprojekte für die Rettung des kleinen Bilbys.

 

Bulgarien

Ostereier sind weltweit der wohl bekannteste Osterbrauch. Auch in Bulgarien spielen sie eine große Rolle, wobei die Traditionen dort etwas strenger sind: Bunt gefärbt werden die Eier am Gründonnerstag, wobei mit einem roten Ei begonnen wird. Die älteste Frau im Haushalt streicht mit einem der roten Eier den Kindern über das Gesicht, was Gesundheit bringen soll. Ansonsten sind die Bulgaren nicht zimperlich mit ihren Ostereiern: Nach der Messe am Ostersonntag beginnt eine wilde Schlacht, bei der Kirchenwände und Familienmitglieder mit den Eiern beworfen werden. Wessen Ei dabei unbeschädigt bleibt, der soll im folgenden Jahr das erfolgreichste Familienmitglied sein. Vielleicht probiere ich das dieses Jahr auch mal mit meiner Familie aus? Es klingt zumindest nach jeder Menge Spaß.

 

Großbritannien/Irland

Die Ostereier haben es auch in Großbritannien nicht leicht. Beschriftet mit den Namen der Kinder werden sie in einem Sieb geschüttelt, bis sie kaputt gehen – das letzte unbeschädigte Ei gewinnt. Ansonsten geben sich die Briten typisch skurril: Die Waliser steigen am Ostersonntag bei Sonnenaufgang auf einen Hügel und schlagen Purzelbäume, die Schotten veranstalten keltische Osterfeuer, die Engländer tätscheln einander mit Weidenkätzchen und lassen Eier einen Hügel hinunterrollen. Der wohl seltsamste Brauch wird aber in Irland gepflegt: Hier findet am Ostersonntag in den Dörfern eine feierliche Prozession auf einer Wiese statt. In vorher ausgehobenen kleinen Gruben werden dort Heringe begraben. Dies symbolisiert das Ende der Fastenzeit, in der anstatt Fleisch nur Fisch gegessen werden durfte.

 

Niederlande

Für mich ist das immer noch der skurrilste aller Bräuche, mal schauen, was ihr dazu sagt. Seit 30 Jahren ist es in den Niederlanden Brauch, an Ostermontag ins Möbelhaus zu gehen und Möbel zu kaufen. Ja, ihr hört richtig. Das, was wir an jedem beliebigen anderen Tag erledigen, machen unsere Nachbarn am liebsten an Ostern. Ach ja, außerdem gibt es im Ort Espelo das größte Osterfeuer der Welt; 2012 wurde es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen. Und das Paaspop-Musikfestival lockt jährlich zu Ostern mehr als 50.000 Besucher an.

 

Schweden

Nicht der Osterhase versteckt in Schweden die Eier, sondern das Osterküken, daher wird das Haus auch mit bunten Federn geschmückt. Am Gründonnerstag ziehen kleine Hexen mit buntem Kopftuch und Besenstiel durch die Straßen – die Osterweiber, Påskkärring. Sie gehen mit einer leeren Kaffeekanne von Tür zu Tür, bitten um Süßigkeiten und verteilen als Belohnung selbstgeschriebene Osterbriefe, denn der Legende nach fliegt die Osterhexe Påskkärring am Gründonnerstag auf ihren Hexenberg Blåkulla. Eine süße Tradition, findet ihr nicht auch?

 

USA

Die Ostertraditionen in den USA sind vor allem bunt und schrill, besonders bei der Easter Parade in New York. Mit Blumen, üppig ausstaffierten Hüten und verrückten Kostümen flanieren Jung und Alt am Ostersonntag über die 5th Avenue. Schon vor 150 Jahren präsentierte hier die Elite der USA ihre schönsten Kleider. Im Garten des Weißen Hauses nehmen die Kinder am Eierrollen teil, ein ungewohntes Bild. Der Präsident verteilt Holzlöffel und einige Mitarbeiter verschenken Schokolade – im Hasenkostüm. Mal schauen, wie sich Trump dabei anstellen wird …

 

Philippinen

Wenn die Kirchenglocken am Ostersonntag läuten, findet auf den Philippinen ein seltsames Ritual statt: Eltern heben ihre Kinder am Kopf in die Höhe, damit sie besser wachsen. Genauso seltsam geht es dann weiter, denn die Philippinen stellen gerne realistisch und recht blutrünstig die Kreuzigung Jesu nach. Daneben gibt es aber auch festliche, blumengeschmückte Osterparaden, und die Feierlichkeiten erinnern an Osterbräuche weltweit: Bunte Ostereier und Hasen gehören auch hier dazu.

 

 

 

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