Sieben Gründe, beim Narrengericht Grosselfingen zuzuschauen

Wir stecken mittendrin, in der schönsten Zeit des Jahres – viele Schwaben sehen das zumindest so. Die Rede ist von der Fasnet, der fünften Jahreszeit, dem großen Narrentreiben. Jahr für Jahr stellen wir uns die gleiche Frage: Zu welchem Umzug soll ich eigentlich gehen? In diesem Jahr haben wir einen ganz besonderen (Geheim-)Tipp für euch: das Narrengericht in Grosselfingen. Das findet nur alle fünf Jahre statt und ist sogar immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Da die Schausteller es selber besser rüberbringen können als ich kleine Bloggerin, habe ich Narrenvogt Manfred Ostertag gebeten, mir sieben Gründe aufzuschreiben, warum ihr zum Narrengericht nach Grosselfingen gehen solltet. Also leset und staunet, ihr Fasnetsfreaks:

 

Es ist einmalig

Das Narrengericht in Grosselfingen ist ein komplexes Spiel mit dramatischer Handlung, das es so kein zweites Mal gibt. Außerdem ist es wie gesagt im deutschen Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO eingetragen. Damit steht das Narrengericht kulturell auf einer Stufe mit zum Beispiel den Festspielen Oberammergau.

 

Es gibt über 40 verschiedene Chargen

Ja, ihr habt richtig gelesen: Am Grosselfinger Narrengericht sind mehr als 40 verschiedene Mitwirkende beteiligt. Um es mit den Worten von Narrenvogt Manfred Ostertag zu beschreiben: „Eine Figurenvielfalt, die ihresgleichen sucht!“

 

Es ist ein Stück Historie

Das Spiel stammt laut Prof. Dr. Werner Mezger – Professor für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie mit Schwerpunkt südwestdeutsche Regionalkultur im europäischen Kontext – nachweislich aus Venedig. Wenn ihr also sehen wollt, wie die Venezianer im Mittelalter Fastnacht gefeiert haben, müsst ihr nach Grosselfingen kommen. Die original Gründungsurkunde der Bruderschaft vom 21. Februar 1623 ist übrigens noch erhalten.

 

Es erzählt eine packende Geschichte

„Närrischer Spaß hat bei uns Methode, da sind noch echte Narren am Werk, die mit Tücke, List und vor allem viel Witz die Zuschauer unterhalten“, verspricht Ostertag. Außerdem entstehe beim Sommervogelraub viel Dramatik, bis die Räuber eingefangen und in den Brunnen geworfen wurden.

 

Es findet nur alle fünf Jahre statt

Bedeutet: Das nächste Narrengericht gibt es frühestens 2024. So lange wollt ihr ja wohl nicht warten, oder?

 

Auf der Strafbank sitzen lokale Persönlichkeiten

Beim Narrengericht wird nicht einfach irgendwer abgestraft. Hier werden lokale Persönlichkeiten auf die Anklagebank gesetzt und auf witzige, aber nicht ganz unzutreffende Weise abgestraft.

 

Es ist eine besucherfreundliche Veranstaltung

Wohl der wichtigste Punkt für alle Besucher von außerhalb: In Grosselfingen sind genügend Parkplätze vorhanden. Die einzelnen Schauplätze des Narrengerichts liegen eng beieinander und sind zu Fuß innerhalb von drei bis fünf Minuten erreichbar. Ein ausführlicher Lageplan ist auf der Eintrittskarte abgedruckt.

 

 

 

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