Im Reich der Eiskönigin – Uracher Wasserfall und Brühlbachtal

Der höchste Wasserfall der Schwäbischen Alb ist immer einen Ausflug wert – das dachten sich auch unsere beiden Buchautorinnen Martina und Eva. Kommt mit und lasst euch von den beiden ins Reich der Eiskönigin entführen.

 

Adresse: Uracher Wasserfall, 72574 Bad Urach

Anfahrt: A8 aus Richtung Karlsruhe: Ausfahrt Stuttgart-Degerloch, dann B 27 nach Metzingen und B 28 nach Bad Urach; A 8 aus Richtung München: Ausfahrt Merklingen, dann B 28 nach Bad Urach à Wanderparkplatz Maisental ist hier ausgeschildert.

ÖPNV: Mit der Ermstalbahn (Linie RB 22977) bis zur Haltestelle „Bad Urach Wasserfall“, von dort sind es wenige Meter bis zum Wanderparkplatz Maisental

 

Eine märchenhafte Eislandschaft

Ein Spaziergang entlang des Brühlbachs zum Uracher Wasserfall, dem höchsten Wasserfall der Schwäbischen Alb, ist immer ein besonderes Naturerlebnis – egal zu welcher Jahreszeit. Aber wenn es im Winter dann für ein paar Tage richtig kalt wird, entsteht hier eine märchenhafte Eislandschaft. Vom Wanderparkplatz Maisental aus, bei Bad Urach, führt ein Spazierweg durch die wildromantische Auenlandschaft des Brühlbachtals bis hin zum Wasserfall. Auch wenn man zu Eiszeiten dann dort sicherlich nicht alleine ist, lohnt sich der Anblick des winterlichen Wasserfalls allemal.

Steine wachsen sehen

Der Weg führt entlang des Brühlbachs, der als typischer Karstbach der Alb mal viel und mal weniger Wasser führt. Fröhlich plätschert er glasklar über kleine Sinterschwellen, Kalktuffpolster und Becken hinweg, die er im Laufe der Zeit selbst formt. Ist es kalt, schmücken außerdem Eiszapfen, vereiste Kaskaden und andere bizarre Eisgebilde den klaren Bach. Schaut man genauer hin, kann man erkennen, dass Äste, Steine und Blätter, die ins Wasser ragen, von feinen Kalkkrusten überzogen sind. Der Kalk wird permanent aus dem Wasser des Brühlbachs ausgefällt. Zusammen mit Pflanzenresten, wie Stöckchen, Moosen oder Algen, wachsen sie über die Zeit zu faszinierenden Tuffpolstern zusammen. Hier kann man also „live“ Steine wachsen sehen.

Ein außergewöhnliches Naturschauspiel

Besonders imposant kann die Bildung von Kalktuff direkt am Wasserfall bewundert werden. Die 40 Meter hohe Kalkstufe ist durch die Ausfällung von Kalk aus der Brühlbachquelle gewachsen, die dort von der Hochwiese in die Tiefe stürzt. In vielen hundert kleinen Wasserarmen und Kaskaden läuft das Wasser am Uracher Wasserfall weiter hinab über ein riesiges, beeindruckendes Kalktuffpolster und vereint sich am Fuße wieder zum Brühlbach. In der kalten Jahreszeit, wenn der Frost über mehrere Tage einzieht, friert dieses Wasserspiel manches Mal komplett zu Eis und bildet eine phantastische Eislandschaft – ein Naturschauspiel erster Güte! Aber auch unvereist hat der winterliche Wasserfall seinen Reiz, hat man doch im kahlen Winterwald einen freien Blick auf Bach und Wasserfall.

Der Aufstieg lohnt sich

Direkt am Wasserfall entlang führt eine steile Treppe hinauf auf die Hochfläche und gewährt Wanderern immer wieder neue Eindrücke. Ist der Wasserfall vereist, ist es dort allerdings zu rutschig und der Aufstieg kann ohne entsprechende Ausrüstung nicht begangen werden. An frost- und rutschfreien Tagen lohnt sich allerdings der Aufstieg. Von oben bietet sich ein traumhafter Blick über die Oberkante des Wasserfalls und weit ins Tal hinein. Vom Uracher Wasserfall aus kann man weiter zum Gütersteiner Wasserfall wandern und von dort aus wieder zum Parkplatz Maisental zurückkehren.

 

 

Tipp: Die Winterwanderung durchs wunderschöne Maisental lässt sich natürlich gut mit einem Bad im warmen Wasser der Bad Uracher AlbThermen abrunden, die auch bis in den Abend hinein geöffnet haben. Das warme Mineral-Thermalwasser aus den Tiefen der Alb speist sechs verschiedene Becken mit Temperaturen zwischen 32 und 38 Grad. Ideal zum Aufwärmen und Entspannen. Adresse AlbThermen: Bei den Thermen 2; 72574 Bad Urach; www.albthermen.de

 

Martina Neher und Eva Grubmiller sind Buchautorinnen. Sie haben gemeinsam das Buch 111 Schätze der Natur auf der Schwäbischen Alb, die man gesehen haben muss geschrieben. Für die Recherchearbeit waren sie auf der Alb unterwegs und haben jeden einzelnen Ausflugstipp selbst erlebt, fotografiert und festgehalten. Lust auf mehr? Das Buch findet ihr hier.

 

 

 

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