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    Die Ruine Reußenstein – und der Riese Heim vom Heimenstein

    Unsere Buchautorinnen Martina und Eva waren wieder auf Entdeckungstour und haben einen tollen Ausflugstipp für euch. Diesmal geht es um die Ruine Reußenstein. Viel Spaß damit.

     

    Adresse: 73349 Reußenstein, Wanderparkplatz Reußenstein
    Anfahrt: A8 Stuttgart – München, Abfahrt Weilheim-Teck/Aichelberg über Weilheim nach Neidlingen, durch Neidlingen durch und etwa 5 Kilometer weiter bis zum Parkplatz zur Burg Reußenstein.
    ÖPNV: ab Kirchheim u. Teck Buslinie 174, 177 (Aussteigen Neidlingen Mitte, ab hier wandern)

    Der Herbst bläst einem die Blätter um die Ohren

    Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da, er bringt uns Wind, hei hussassa! Schüttelt ab die Blätter,
    bringt uns Regenwetter. Heia hussassa, der Herbst ist da! Ganz besonders schön ist es hier im Herbst, denn der Wind bläst einem auf der Burg wahrhaftig die Blätter um die Ohren.

    Ein Riese ließ die Burg erbauen

    „Die Burg Reußenstein liegt auf jähen Felsen weit oben in der Luft und hat keine Nachbarschaft als die Wolken und bei Nacht den Mond …“ So heißt es in Wilhelm Hauffs Sage über den Riesen Heim, der die Burg einst erbauen ließ, um Gesellschaft und eine Frau zu finden. Wobei die Mauern vermutlich eher von der Herrschaft Teck und nicht vom Riesen Heim erbaut wurden. Dennoch: Hoch oben steht das alte Gemäuer jedenfalls noch immer anmutig auf dem Felsen über dem Neidlinger Tal – und liefert Burgromantik pur. Leicht lässt es sich hier hineinträumen in vergangene Zeiten voller Riesen, Ritter, Burgherren und Sippschaften. Das Ganze ist nicht nur bedeutendes Kulturerbe, sondern auch Naturrefugium.

    Ausblick auf das Neidlinger Tal

    Der Wind pfeift durch das alte Gemäuer, zwischen den Mauerritzen wachsen Steinbrech, Habichtskraut und wilder Majoran. Manche Steine am Boden sind von den vielen Füßen, die sie im Lauf der Jahrhunderte betreten haben, schon ganz glatt geschliffen. Von hier oben hat man einen wunderbaren Blick auf das Neidlinger Tal, das unterhalb des Albtraufs der Schopflocher Alb liegt. Im Frühjahr blickt man auf die Neidlinger Kirschwiesen, die als weiße Blütenwolken den Hangfuß der Schwäbischen Alb im Tal säumen, und im Herbst kann man das bunte Blätterdach am Albtrauf bewundern.

    Der perfekte Ort, um Vögel zu beobachten

    Von den Burgmauern aus lassen sich auch immer wieder Greifvögel wie der Rotmilan beobachten. Die Schwäbische Alb mit ihren Laub- und Hangwäldern gehört innerhalb Deutschlands zum Hauptbrutgebiet des Roten Milans, der in großen Horsten hoch oben in den Bäumen brütet. Erkennen kann man ihn leicht an seinem langen, gegabelten Schwanz, weshalb er im Volksmund auch Gabelweihe genannt wird. In der teils offenen, abwechslungsreichen Landschaft der Alb jagt er kleine Beutetiere oder ernährt sich von Aas am Boden.

    Mit dem Fuß erschuf der Riese die Lindachquelle

    Von der Ruine Reußenstein aus kann man weiter zum benachbarten Heimenstein wandern, wo übrigens einst der Riese Heim in einer Höhle gehaust haben soll. Nach der Sage von Wilhelm Hauff ließ der Riese Heim die Burg Reußenstein erbauen. Er musste, um zur Burg gelangen, einen großen Schritt machen, um das Tal zu überqueren. Dabei trat er zu kurz und blieb mit seinem Fuß im Talgrund stecken. Als er ihn herauszog, hatte er ganz nebenbei eine Quelle – die Lindachquelle – erschaffen.

     

    Tipp: Vom benachbarten Felsen, gleich bei der Ruine, führt ein Weg hinab ins Neidlinger Tal über die sogenannte Pfanne. Hier entspringt in einer Höhe von 620 Meter die Lindach, die nach einigen Metern den zwar nicht sehr wasserreichen, aber trotzdem idyllischen Neidlinger Wasserfall bildet. Außerdem befinden sich an den Felsen um die Burg fantastische Kletterfelsen, die jedes Klettererherz höherschlagen lassen.

     

    Martina Neher und Eva Grubmiller sind Buchautorinnen. Sie haben gemeinsam das Buch 111 Schätze der Natur auf der Schwäbischen Alb, die man gesehen haben muss geschrieben. Für die Recherchearbeit waren sie auf der Alb unterwegs und haben jeden einzelnen Ausflugstipp selbst erlebt, fotografiert und festgehalten. Lust auf mehr? Das Buch findet ihr hier.

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