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    Laichinger Tiefenhöhle

    Unsere Buchautorinnen Martina und Eva waren wieder auf Entdeckungstour und haben einen tollen Ausflugstipp für euch. Diesmal geht es in die Laichinger Tiefenhöhle. Viel Spaß damit.

     

    Adresse: 89150 Laichingen, Höhlenweg, Laichinger Tiefenhöhle
    Anfahrt: A8, Ausfahrt 60 in Hohenstadt, weiter Richtung Laichingen am Ortsende in Richtung Suppingen auf den Höhlenweg und weiter den Beschilderungen zur Laichinger Tiefenhöhle folgen
    ÖPNV: mit dem Bus ab Ulm bis Laichingen Mitte (Buslinie 30)
    Öffnungszeiten Laichinger Tiefenhöhle und Museum: von Palmsonntag bis Anfang November täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr
    Eintrittspreise: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2,80 Euro. Ab 20 Personen werden Gruppenpreise angeboten.

    Auf Metallstufen hinab in das Herz der Schwäbischen Alb

    Nur noch wenige Wochen ist die Laichinger Tiefenhöhle in diesem Jahr geöffnet. Bis nach den Herbstferien kann man die Metallstufen in das Herz der Schwäbischen Alb hinuntersteigen, denn ihre Winterbewohner fliegen nun in ihr Winterquartier zurück.

    In der Laichinger Tiefenhöhle sind es nur ganz wenige Fledermäuse, die hier den Winter verbringen – ganz im Gegensatz zu den umliegenden Höhlen wie der Schertelshöhle bei Westerheim und der Sontheimer Höhle bei Heroldstatt, wo viele Fledermäuse ihren Winterschlaf halten. In der Laichinger Tiefenhöhle müssen die Fledermäuse durch einen schmalen Spalt in ihr Winterquartier gelangen, wohingegen die beiden anderen Höhlen einen natürlichen Zugang haben. Trotzdem bleibt die Höhle wie fast alle der Schwäbischen Alb über die Wintermonate geschlossen.

    Das Abenteuer beginnt beim Abstieg

    Verborgen unter alten Buchen im Herzen der Schwäbischen Alb liegt sie, die Laichinger Tiefenhöhle. Hier beginnt das Abenteuer schon beim Abstieg. Mehrere Eisentreppen führen tief unter die Erdoberfläche. Der 330 Meter lange Rundweg kann in etwa einer Dreiviertelstunde begangen werden. Die Höhle ist mit ihren insgesamt 86 Metern Tiefe und 1,3 Kilometern Gesamtlänge die tiefste öffentlich zugängliche Schachthöhle Deutschlands. Vor Millionen von Jahren war hier mal ein Riff, wie die versteinerten Schwämme im Gestein belegen.

    Die glatt geschliffenen Wände und Rinnen der Gänge erinnern daran, dass einst ein gewaltiger Bach durch die Höhle rauschte. Gletschermühlenschacht, Seeigel- oder Streuselkuchengang – so lauten die einfallsreichen Namen der unterschiedlichen Hallen, Gänge und Schächte, angelehnt an ihre Gestalt und Form. Der Name Streuselkuchengang etwa lässt sich beim Anblick des Perlsinters (Höhlensinter mit kurzen, knöpfchenförmigen Auswüchsen) an den Wänden leicht erklären. Es sieht tatsächlich wie versteinerter Streuselkuchen aus.

    An der Oberfläche der Laichinger Höhle wurde einst Sand abgebaut. Im Jahr 1892 entdeckte dann Sandgräber Johan Georg Mack, genannt Sandmack, die Höhle beim Sandschürfen. Nur zwei Jahre später wurde die Höhle vermessen und erforscht. Die vielen Schächte wurden damals mit selbst gebauten Holzleitern ausgestattet. In den 1930er-Jahren waren dann die ersten Höhlentouristen in dieser Unterwelt, nachdem sie zur Schauhöhle ausgebaut und elektrisch beleuchtet worden war. Ein zweiter künstlicher Ausgang kam in den 70er-Jahren hinzu.

    Ein Rasthaus mit Museum

    Im Rasthaus gibt es ein höhlenkundliches Museum. Dort begegnen sich Wissen und Abenteuer. Hier lässt sich staunen und erleben in einer multimedialen, interaktiven Ausstellung, in der man alles über die Karstlandschaft, die Höhlen und die darin vorkommenden Gesteinsschichten erfahren kann.

     

    Tipp: Direkt an der Höhle beginnt ein karstkundlicher Wanderweg mit einer Länge von 11,5 Kilometern. Der Weg führt vorbei an Trockentälern, Hülen, einer großen Doline und dem Hohlen Stein, einer Höhle, bestehend aus einer Halle, die jeder für sich erkunden kann. Besonders im Herbst hat die Schwäbische Alb einen ganz besonderen Reiz, wenn sich die Blätter färben und das Laub der Kalkbuchenwälder am Boden raschelt.

     

    Martina Neher und Eva Grubmiller sind Buchautorinnen. Sie haben gemeinsam das Buch 111 Schätze der Natur auf der Schwäbischen Alb, die man gesehen haben muss geschrieben. Für die Recherchearbeit waren sie auf der Alb unterwegs und haben jeden einzelnen Ausflugstipp selbst erlebt, fotografiert und festgehalten. Lust auf mehr? Das Buch findet ihr hier.

     

     

     

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