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    Wir stellen vor: Hobbyfotograf Jens Theobald

    Fotografie ist heute kein aufwendiges Hobby mehr, sondern absolut alltäglich, und mit der Handykamera scheint das Bildermachen so einfach wie nie zuvor zu sein. Umso mehr stechen gute Fotos aus der Masse heraus. #imländle stellt euch die Menschen vor, die hinter der Kamera standen, um diese besonderen Fotografien zu schießen. Einer davon ist der Hobbyfotograf Jens Theobald – der Mann, der das wunderschöne Foto von der Burg Hohenzollern und dem Blutmond geschossen hat.

     

    Erzähl doch mal, Jens: Wer bist du, woher kommst du, was macht dich aus?

    Mein Name ist Jens Theobald, ich komme aus dem Herzen des Pfälzerwalds und bin leidenschaftlicher Hobbyfotograf. Ich liebe meine Heimat und die Natur dort, aber es zieht mich auch immer mal wieder an andere schöne Orte. Bei meinen Touren geht es nicht nur um das fertige Foto, sondern immer auch um den Spaß und das Erlebnis, das Draußensein und Abschalten.

    Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

    Ich hatte schon immer Spaß daran, Bilder zu machen, aber das Interesse, sich mit dem Thema Fotografie richtig zu beschäftigen, kam erst vor etwa vier Jahren. Da habe ich mir meine erste bessere Kamera gekauft und mich ab da sehr intensiv mit der Fotografie auseinandergesetzt, mir alles selbst beigebracht. Das Faszinierende an der Fotografie ist für mich die Verbindung von Technik und Kreativität und dass man sich ständig weiterentwickelt. Als nützlichen Nebeneffekt lernt man Achtsamkeit.

    Was oder wen fotografierst du am liebsten?

    Generell habe ich an fast allem Spaß, von Porträt- über Sportfotografie bis hin zur Architekturaufnahme. Mein Steckenpferd jedoch ist die Natur- und Landschaftsfotografie.

    Wie oft kommst du zum Fotografieren?

    Das ist wirklich unterschiedlich. Es gibt immer mal Phasen, da nehme ich längere Zeit keine Kamera in die Hand, weil das Wetter nicht passt oder ich keine Zeit finde beziehungsweise auch mal die Motivation fehlt. Und dann gibt es Tage, da müsste man eher fragen: „Wie oft kommst du zum Schlafen?“

    Wie bearbeitest du deine Bilder?

    Meine Bilder durchlaufen die übliche Raw-Entwicklung, um von den in der Kamera gespeicherten Rohdaten zu einem Bild zu kommen. Manchmal reicht das schon aus und manchmal kommen weitere Bearbeitungsschritte hinzu. Die meisten meiner Bilder versuche ich so natürlich wie möglich zu halten, oft kommt nur etwas Kontrastanhebung dazu. Bei wenigen Bildern ist die Bearbeitung auch mal langwieriger, wenn beispielsweise verschiedene Belichtungen verschmolzen werden, um den hohen Dynamikumfang der Szene aufzufangen. Grundsätzlich füge ich nichts ein, was nicht vor Ort zu sehen war. Ich nutze aber schon gerne die Möglichkeiten der modernen Fotografie, um ein optimales Bild zu präsentieren und den Moment, wie ich ihn erlebt habe, mit anderen zu teilen.

    Warum hast du den weiten Weg zu uns ins Ländle auf dich genommen, um die Mondfinsternis aufzunehmen?

    Da muss ich zuerst einmal erklären, dass ich schon eine ganze Weile „mondsüchtig“ bin und verschiedenen Bildideen nachjage. Mondbilder mit hoher Telebrennweite, wie ich sie seit ein paar Monaten mache, sind schwieriger zu planen. Das Wetter muss stimmen, die Belichtung ist nicht immer einfach und es ist immer ein erhöhter Aufwand. Gerade dass es nicht jedes Mal klappt, weil die Bewölkung nicht mitmacht oder man am geplanten Standort keine Sicht hat, ist besonders spannend – und man freut sich umso mehr, wenn man wieder ein Bild in die Sammlung einreihen konnte.

    Nun stand die Jahrhundert-Mondfinsternis an und da brauchte ich natürlich ein ganz besonderes Motiv für ein Bild mit dem Blutmond. In der Heimat wollte es von der Mondposition einfach nicht richtig passen. Ein freistehendes hohes Motiv musste es sein, zudem hatte ich viele Motive in der Pfalz schon irgendwie eingefangen und es sollte ein ganz besonderes Bild werden. Und ein besonderes Bild erfordert eben auch besonderen Einsatz.

    Also habe ich die dreieinhalb Stunden Fahrt zur Burg auf mich genommen; bei durchwachsenem Wetter nicht ganz ohne Risiko. Am Ende hat alles geklappt und ich konnte dank der Dauer der Finsternis von verschiedenen Standorten aus mehrere Bilder einfangen: aus über 5 Kilometern Entfernung bis knapp unterhalb der Burg.

    Damit sich die Fahrt so richtig lohnt, habe ich noch in der Nacht einen Standort für den kommenden Morgen gesucht und den Monduntergang hinter der Burg Hohenzollern abgelichtet, bevor es wieder heimwärts ging. Sicher war ich hier nicht zum letzten Mal, denn die traumhafte Gegend, durch die mich meine Fahrt geführt hat, lockt natürlich das Fotografenherz.

     

     

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