Der Höhlenrundweg in Veringenstadt

 

Martina und Eva waren wieder einmal auf Entdeckungstour. Dieses Mal nehmen sie uns auf den Höhlenrundweg in Veringenstadt mit.

 

Adresse: Im Städtle 116, 72519 Veringenstadt (Heimatmuseum)

ÖPNV: Hohenzollerische Landesbahn HzL von Hechingen oder Sigmaringen nach Veringenstadt

Anfahrt B 27 bis Hechingen, weiter auf der B 32 über Burladingen bis Neufra, rechts abbiegen Richtung Bitz, nach der Ortsausfahrt Neufra gleich links über Harthausen bis Veringenstadt

Neandertaler auf der Schwäbischen Alb

Wie in einem riesigen Stück Käse reihen sich die Höhlen hier aneinander:

MühlberghöhleNikolaushöhleAnna-KapellenhöhleGöpfelsteinhöhle und die Hangtorhöhlen – all diese Höhlen gehören zum angelegten Höhlenrundweg von Veringenstadt. Insgesamt gibt es über 40 Höhlen in dem beschaulichen Örtchen, durch das sich die idyllische Lauchert schlängelt. Der Rundweg ist 4,5 Kilometer lang und lässt sich in gut zwei Stunden abwandern. Schon vor über 60.000 Jahren war das Gebiet um die heutige Ortschaft von den sogenannten Neandertalern besiedelt.

Diverse Funde, die auf diese Steinzeitmenschen hinweisen, können im Heimatmuseum im Rathaus von Veringenstadt besichtigt werden.

Der Höhlengang führt 30 m in den Berg

Der Rundweg führt über die Nandibrücke, auf der eine Neandertalerskulptur aus dem Jahre 1965 sitzt, und geht weiter zur ersten Höhle, der Mühlberghöhle. In der 8 m großen Vorhalle der Mühlberghöhle befindet sich das Höhleninformationszentrum mit Informationstafeln, die die Höhlen sowie das Gebiet um Veringenstadt beschreiben. Der Wanderweg führt in Richtung Nikolaushöhle hoch über Veringenstadt. Der Höhlengang führt 30 m in den Berg. Die Höhle war einst Wohnort von Höhlenbär, Höhlenlöwe sowie Hyänen. Nach einer Erkundung der Nikolaushöhle gelangt man weiter zum höchstgelegenen Aussichtspunkt „Kleebuche“. Hier wird man mit einem Blick über das schöne Laucherttal sowie die Burgruine am Hang gegenüber belohnt. Die kleinen Hagentorhöhlen liegen nahe dem Straßentunnel an der B 32.

Die Göpfelsteinhöhle ist von weitem sichtbar

Eine der Höhlen diente in der Vergangenheit aufgrund ihrer praktischen Lage am Ortsrand den Stadtbewohnern als Keller. Die Göpfelsteinhöhle oberhalb der Kirche ist von weitem sichtbar. Sie wurde schon vor über 100 Jahren von Geologen der Universität Tübingen besucht und erforscht. Altsteinzeitliche Siedlungsreste bis hin zu Münzen aus der Römerzeit wurden hier gefunden.

Die letzte Höhle auf dem Weg ist die unscheinbare Anna-Kapellenhöhle, die den Steinzeitmenschen als Wohnhöhle diente.

Die Höhlen von Veringenstadt hatten im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Funktionen, sie dienten dem Menschen mal als Garage, als Kellerräume, als Wohnhöhlen oder auch als Zufluchtsort während Kriegszeiten. Heute ist es spannender denn je, die Höhlen auf eigene Faust zu erkunden und ihre Geschichten zu entdecken.

Tipp: Wer den Wanderweg abwandern und die Höhlen erkunden will, sollte sich zuvor eine Karte auf der Website der Stadt herunterladen und ausdrucken, denn genau ausgeschildert ist der Weg nicht. Außerdem sind gutes Schuhwerk und eine gute Taschenlampe für die Höhlenerkundungen notwendig.

Tipp: Am Ufer der Lauchert in Veringenstadt befindet sich der Uferlehrpfad »Lebendige Lauchert«. An sieben Stellen kann man Wissenswertes zur Lauchert als Lebensraum für Flora und Fauna sowie über ihre Landschaft und Geschichte erfahren.

 

 

Martina Neher und Eva Grubmiller sind Buchautorinnen. Sie haben gemeinsam das Buch 111 Schätze der Natur auf der Schwäbischen Alb, die man gesehen haben muss geschrieben. Für die Recherchearbeit waren sie auf der Alb unterwegs und haben jeden einzelnen Ausflugstipp selbst erlebt, fotografiert und festgehalten. Lust auf mehr? Das Buch findet ihr hier.

 

 

 

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