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    Die Karibik in der Nachbarschaft

    Unsere Miri, die bei #imländle eigentlich fürs Lektorat zuständig ist, war mal wieder in der Weltgeschichte unterwegs. Klar, dass wir sie da direkt zum Reisebloggen verpflichtet haben. Denn auch wenn’s im Ländle natürlich am schönsten ist – ab und zu braucht es einfach den Weitblick, der uns aus dem heimischen Alltag rausholt. Diesmal geht’s nach Schottland, und zwar auf einen der noch weniger bekannten Inselteile: die Äußeren Hebriden.

    In Schottland gibt es viele Orte, an denen man nicht überrascht wäre, wenn plötzlich ein Highlander hinter einem Felsen hervorgesprungen käme. Natürlich trifft man dann aber nur auf urlaubende Hochländer in Kunstfaser statt Kilt, wie man in diesem Moment selber einer ist.

    No Vacancies

    Schottland, vor allem die Highlands und die Isle of Skye, sind in den letzten Jahren zu einem beliebten Touristenziel geworden. Spätestens wenn man an praktisch jedem B&B-Schild ein eindeutiges NO VACANCIES (Alle Zimmer belegt) prangen sieht, weiß man: Hier ist man so was von nicht allein. Und wir waren noch nicht mal in der Hochsaison unterwegs. So gesehen war es wohl ein Fehler, in Schottland ähnliche Verhältnisse wie in Wales zu erwarten …

    Reif für die Insel

    Es hat natürlich zwei Seiten, wenn man als Reisender die unbekannten Landschaften gern für sich allein hätte. Man ist schließlich selbst ein Teil der Horde. Umso schöner ist es, wenn man tatsächlich ein Fleckchen findet, an dem noch nicht unzählige Wanderstiefel ihre Spuren hinterlassen haben.

    Unser Fleckchen war die Doppelinsel Lewis and Harris in den Äußeren Hebriden, die wie ein schützender Ring vor Schottlands Nordwestküste liegen. Man erreicht sie nur mit der Fähre (oder mit dem Flieger), die man zudem vorab buchen muss und die nicht unbedingt ein Schnäppchen ist – der große Run auf die Äußeren Hebriden ist wohl auch deshalb bislang ausgeblieben. Ist man aber erst mal dort, will man gar nicht mehr weg, auch wenn man ausgerechnet im Inselnirgendwo auf Urlauber aus Rottweil trifft (an dieser Stelle schöne Grüße an die unbekannten Camper, mit denen wir beim Ausweichen auf der Single Track Road kurz geplaudert haben).

    „Wir sind hier wirklich verwöhnt“

    Die raue Einsamkeit der weitgehend naturbelassenen Insel fing uns ein, sobald wir den Fährhafen hinter uns gelassen hatten. Das wäre uns schon genug gewesen, der große Moment stand uns aber noch bevor: Auf Harris, dem südwestlichen Teil der Insel, reiht sich eine Bilderbuchbucht an die andere. Feinster weißer Sand und glasklares türkisblaues Wasser – und unser Campingplatz lag direkt hinter einem solchen Strand in den Dünen!  „We’re spoilt here“ – „Wir sind hier wirklich verwöhnt“ –, erklärte uns der Verwalter des Campingplatzes, und wir können da nur zustimmen.

    Die spektakuläre Natur auf der Insel beschränkt sich aber nicht auf die Strände. Auf Lewis/Harris gibt es schroffes Moor mit zahlreichen kleinen und größeren Seen, tief ins Land schneidende Fjorde, flaches Land, aber auch das unwegsame Gebirge, das die Insel teilt – auf den wenigen Straßen der Insel kann man eine abwechslungsreiche Rundfahrt unternehmen. Anhalten sollte man auch bei den faszinierenden historischen Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören die Callanish Stones, etwa 5000 Jahre alte mythische Steinkreise, und Carloway Broch, ein runder Steinturm aus dem 11. Jahrhundert. Von Harris kommt übrigens auch der weltberühmte Harris Tweed, und die Insel hat eine eigene Destille.

    Lass die Highlands erst mal links liegen

    Mein Tipp für Schottland lautet deshalb: Schau dir die Äußeren Hebriden an (und berichte mir von ihren anderen Inseln, denn für die hatten wir keine Zeit mehr).

    Bleibt die Frage nach dem Wetter, Großbritannien werden schließlich nicht gerade karibische Temperaturen nachgesagt. Was soll ich sagen? Wir haben traumhaft sonnige Tage auf Lewis/Harris verbracht …

     

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