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    Frank Uhlig aus Balingen: Leidenschaft trifft Fotografie

    Fotograf Frank Uhlig lebt in Balingen und arbeitet in Stuttgart. Die Fotografie ist für ihn in erster Linie Leidenschaft. Wir haben für euch mit dem Fotografen über seine außergewöhnliche Kunst gesprochen und dabei mehr über seine Arbeit, sein Leben und seine Leidenschaft erfahren.

     

    Was möchtest du mit deiner Art von Bildern ausdrücken?

    Mir geht es eigentlich immer um Stimmungen und Atmosphäre in meinen Arbeiten. Deshalb reduziere ich durch gezielte Verfremdung gerne das Dokumentarische, das häufig der Fotografie anhaftet. Ich will nicht abbilden, sondern das Kopfkino anregen. Der Betrachter soll in meinen Bildern genügend Freiraum für seine eigene Interpretation haben.
    Meine Arbeitsweise ist oft unorthodox, ich arbeite meist mit Techniken, die in der klassischen Fotolehre gerne als Fehler angesehen werden. Dies obwohl ich ja von der Ausbildung professioneller Fotograf bin und lange als Werbefotograf gearbeitet habe, bevor ich meine jetzige Tätigkeit als Lehrbeauftragter für Fotografie aufgenommen habe. Im künstlerischen Zusammenhang sind diese unüblichen Techniken aber gerade sehr spannend.

    Deine Fotografien wirken wenig aufdringlich bzw. knallig. Das finden wir sehr schön. Gibt es einen bestimmten Grund dafür?

    „Wenig aufdringlich“ empfinde ich als ein sehr schönes Kompliment. Ich denke, meine Fotografien sind vielschichtig und gleichzeitig auch vage. Dieses Ungefähre ist mir immer wichtig, denn es lässt auch Zwischentöne zu. Die Farbigkeit ist ebenfalls entscheidend, denn Farbe hat extrem viel Einfluss auf die Bildwirkung. Ich lasse mir meist viel Zeit, bis die Farbstimmung passt. Für mich ist die Stimmung der Farbe entscheidend, nicht ihre Intensität. Farbe muss in meinen Bildern subtil wirken – auf den zweiten Blick sozusagen.

    Mit welcher Ausrüstung arbeitest du und was darf bei einer Fotosession nie fehlen?

    Das Thema Technik spielt bei meiner Arbeit eine eher untergeordnete Rolle, da bin ich undogmatisch. Klar gehört professionelle Kamera- und Lichttechnik dazu, genauso wie die Möglichkeit professioneller Bearbeitung. Zuallererst steht aber immer die Idee im Vordergrund. Daraus ergeben sich dann erst im zweiten Schritt die technischen Erfordernisse. Da kann dann auch schon mal ganz simple Technik zum Einsatz kommen, wie etwa eine Lochkamera oder das klassische analoge Fotolabor.
    Was nie fehlen darf? Eine entspannte Atmosphäre bei der Arbeit und vor allem die Leidenschaft für spannende Bilder. Und natürlich: Geduld! Und immer gerne mal ein Espresso zwischendurch …

    Welche Menschen sind deine Fans? Wen möchtest du mit deinen Werken im Herzen berühren und warum?

    Ich denke, meine Kunden sind in erster Linie Kunstliebhaber, denen gerade diese moderne Bildsprache, die meine Arbeiten auszeichnet, gefällt. Meine Art der Bilder verlangt eine gewisse Offenheit gegenüber dem Medium Fotografie. Wer sehr in einer traditionellen Sichtweise verhaftet ist und ein Abbild sucht, wird sich mit der Modernität eher schwertun.
    Wer für das Moderne offen ist, mag eventuell auch meine Arbeiten, und das freut mich natürlich immer sehr, denn es steckt ja auch viel Herzblut und Arbeit drin. Und dann ist es natürlich auch immer schön, wenn man weiß, jemand freut sich jeden Tag, wenn er meine Fotografie an seiner Wand hängen sieht. Beispielsweise hat ein großes amerikanisches Luxushotel seine Lobby mit einer meiner Arbeiten ausgestattet. Das ist natürlich eine tolle Plattform. Genauso wie die Tatsache, dass meine Arbeiten von international tätigen Onlinegalerien vertreten werden.

    Gibt es einen besonderen Ort, ein Gebäude oder auch eine Landschaft auf dieser Welt, die du gerne mal fotografieren würdest?

    Wenn du nach einem besonderen Ort fragst, dann ist das für mich sicherlich Paris. Einige meiner Paris-Bilder werden wir ja hier im Blog sehen können. Für mich eine inspirierende Stadt, pulsierend, vielschichtig und charmant. So wie die Stadt auf mich wirkt, habe ich versucht, sie fotografisch zu interpretieren. Prinzipiell gilt für mich, dass ich einen persönlichen Bezug zu einem Ort haben muss, wenn er mich künstlerisch inspirieren soll. So wie zum Beispiel bei meinen Fotografien aus der Serie „Sheet Lightning“, die ja auf dem Balinger Heuberg entstanden sind.

    Im Blog dürfen wir einige deiner Fotografien kennenlernen. Magst du etwas über sie erzählen?

    Die Bilder sind aus unterschiedlichen Serien, die inhaltlich verschieden sind. Dabei ist oftmals aber nicht unbedingt das Motiv das Entscheidende, sondern die Atmosphäre. Hierbei spielen Dinge wie Bewegung, Farbe, Beleuchtung und Komposition die entscheidende Rolle. Manche Elemente tauchen durchaus in verschiedenen Bildern mehrfach auf. Sehr viele meiner Arbeiten sind ja keine reinen Fotografien, sondern digitale Collagen.

    Welche neuen Projekte stehen bei dir als Nächstes an?

    In nächster Zeit werde ich mich wieder mehr mit figürlichen Darstellungen beschäftigen. Ich möchte gerne die Serie „Vague“ – in der es hauptsächlich um Figuren geht, die sich im Raum oder der Landschaft bewegen – weiterentwickeln.

    Und jetzt Bühne frei für deine Grüße, für Menschen, denen du schon immer mal Danke sagen wolltest.

    Ja, dann möchte ich mich an dieser Stelle bei allen, die meine Bilder schätzen und mich in meiner Arbeit unterstützen, ganz herzlich bedanken! Und natürlich ganz besonders bei Petra von #imländle!

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