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    Die Obstwiesen im Frühling – ein Traum in Weiß

    Der blütenweiße Frühling ist eine besondere Jahreszeit #imländle. Wenn ihr den Blütenzauber in vollen Zügen genießen möchtet, schaut euch den Ausflugstipp der Autorinnen Eva und Martina an. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und im besten Fall bald beim Erleben.

     

    Adresse: Keckbronnenweg (Wanderparkplatz CVJM-Heim), 72581 Dettingen an der Erms,
    Dettinger Kirschenweg „Zum Probieren und Studieren“

    Anfahrt: B28 von Reutlingen über Metzingen in Richtung Bad Urach, Abfahrt L380 nach Dettingen an der Erms, in der Stadtmitte von der Karlstraße in den Keckbronnenweg abbiegen, weiter bis zum Wanderparkplatz CVJM

    und/oder

    Adresse Wanderparkplatz „Braike“, 73272 Neidlingen, von dort aus entlang der Lindach durchs Neidlinger Tal (Tirolweg) und über den Panoramaweg unterhalb des Waldrands wieder zurück (Einkehrtipp: Schwäbisches Caféhaus Alte Kass in Neidlingen).

    Spazieren durch das Blütenmeer

    Die satte Sonne der letzten Tage hat die Alb endlich in ihr bezauberndes, blütenweißes Frühlingsgewand getaucht. Zartrosa bis schneeweiß beginnen nun Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge und verschiedene Wildobstarten ihre Blüten zu öffnen. Wer jetzt von einem der zahlreichen Aussichtspunkte des Albtraufs auf die blühenden Wiesen des Albvorlands blickt, schaut auf den größten zusammenhängenden Obstgarten Europas. Wie ein weißes Band ziehen sich die für Baden-Württemberg so typischen Obstwiesen entlang des Hangfußes der Schwäbischen Alb, die gerne auch als Streuobstgürtel bezeichnet werden. Die Wiesen haben natürlich nicht nur im Frühjahr ihren Reiz – im Sommer hängen sie voller Kirschen, Mirabellen und Zwetschgen, im Herbst strotzen sie mit einer fast unendlichen Vielfalt an Apfel- und Birnensorten und im Winter bezaubern sie mit knorrigen Silhouetten –, aber unumstritten und traumhaft schön ist jetzt ein Spaziergang durch die blühenden Obstbäume! „Wie auf Wolken“ spaziert man derzeit zum Beispiel durch die ausgedehnten Streuobstwiesen bei Dettingen im Ermstal oder durch die wunderschönen Kirschenwiesen im Neidlinger Tal.

    Mit bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten zählen die Obstwiesen der Alb zu den vielfältigsten Lebensräumen Europas

    Die Obstwiesen stellen übrigens eine alte, traditionelle Form der Landnutzung dar. Die locker gepflanzten Obstbäume galten der Obstgewinnung, während die Wiesenbereiche zur Heugewinnung oder als Weiden dienten. Bäume verschiedenen Alters stehen hier in Kombination mit Hecken, Krautfluren und Wiesenbereichen. So entstand über Jahrhunderte ein reiches Mosaik an Strukturen und Lebensräumen. Mit bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten zählen die Obstwiesen der Alb deshalb zu den vielfältigsten Lebensräumen Europas. Besonders speziell angepasste und selten gewordene Vogelarten wie Wendehals, Neuntöter, Steinkauz oder Halsbandschnäpper finden hier einen wertvollen Brut- und Lebensraum. In den blüten- und strukturreichen Wiesen dienen ihnen zahlreiche Insekten und Spinnen als Nahrung. Neben bekannten Obstorten sind hier auch viele uralte, größtenteils regionale Kultur- und Wildobstsorten zu Hause, die eine Vielfalt an Geschmäckern und Verwendungsmöglichkeiten bieten.

    Die kulinarische Vielfalt ist grenzenlos

    Vielerorts kann man die wunderbare Vielfalt dieses Naturschatzes auch auf kulinarische Weise entdecken. In edlen Destillaten und Likören werden die duftenden Aromen der Obstwiesen konserviert. Aber auch leckere Marmeladen, Kompotte, Kuchen und andere Köstlichkeiten aus der Streuobstwiese werden in vielen Gasthöfen, in regionalen Läden oder bei Festen auf und am Fuße der Alb geboten und laden zum Probieren ein. Nachfragen lohnt sich!

     

    Tipps:

    • Am 6. Mai findet das Blütenfest am Glemser Stausee in Metzingen-Glems statt. Der Obstbaubetrieb der Familie Gönninger – Stausee-Obst – lädt ein, inmitten von blühenden Apfelbäumen die Natur zu genießen. Rundgänge durch die Apfelanlage, Kaffee, Kuchen und Vesper sowie Apfelsaft, Most und edle Destillate aus eigener Produktion sind geboten.

    Im Programmheft „Schwäbisches Hanami 2018“ des Schwäbischen Streuobstparadies e. V. gibt es zahlreiche Veranstaltungen rund um die blühenden Obstwiesen (Hanami – japanisch für „Blüten betrachten“).

     

    Martina Neher und Eva Grubmiller sind Buchautorinnen. Sie haben gemeinsam das Buch 111 Schätze der Natur auf der Schwäbischen Alb, die man gesehen haben muss geschrieben. Für die Recherchearbeit waren sie auf der Alb unterwegs und haben jeden einzelnen Ausflugstipp selbst erlebt, fotografiert und festgehalten. Lust auf mehr? Das Buch findet ihr hier.

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