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    Vergleichen. Ein Gedicht von Claudia Käfer

    Vergleichen. Ein Gedicht von Claudia Käfer

    Für uns alle ist es sehr sinnvoll, wenn wir gelegentlich über uns selbst nachdenken. Die Wurzel vieler persönlicher und gesellschaftlicher Probleme ist, dass wir die Vielfalt, die Einzigartigkeit und die daraus resultierenden Fähigkeiten viel zu wenig schätzen und dass durch das ständig vergleichende Leistungsprinzip wertvolle Ressourcen in der Persönlichkeit des Einzelnen und im Zwischenmenschlichen verloren gehen. Konkurrenz belebt eben NICHT das Geschäft, sondern zerstört es auf Dauer: Konkurrenz vernichtet Beziehungen, entfremdet uns voneinander und lässt uns innerlich vereinsamen. Deshalb das Motto für die Fastenzeit: vom Vergleichen fasten.

     

    VERGLEICHEN

    schändet die Vielfalt
    schüttet Häme über das Einzige
    kasteit das Besondere
    ist Wurzel vielen Übels

    VERGLEICHEN

    tötet die Liebe
    missachtet die Zugewandtheit
    stört Kommunikation
    schafft Neid und Distanz

    VERGLEICHEN

    zerstört den inneren Kern
    erhebt das Perfekte
    unsinnig unmenschlich
    kriegerisch leer

    VERGLEICHEN

    ist Wurzel der „Sünde“
    inflationär missbrauchter Begriff
    vom Vergleichen fasten
    macht Sinn

     

     

     

     

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