Bleib in Verbindung

    Open Stage. Ein Juwel in Albstadt

    Jan Reiser lebt in Albstadt und ist Vollblutmusiker. #imländle konnten wir bereits die eine oder andere Session mit ihm genießen, und unsere Wege kreuzen sich immer wieder. Diesmal im Juwel, einem wertvollen Schatz, der mitten in Albstadt-Magrethausen zu finden ist. Bei einer heißen Tasse Tee, mit viel Staunen über die Location und mit ansteckend guter Laune habe ich den Musiker Jan und Uwe vom Juwel für euch interviewt. Wir sprachen über die Musikszene in Albstadt und die erste Open Stage im Juwel, die im Januar stattgefunden hat. Viel Spaß mit dem Interview.

     

    Jan, erst mal zu dir. Wo kommst du her, wo bist du groß geworden?

    Ich bin auf dem Heuberg aufgewachsen und lebe in Albstadt.

    Warum liebst du deine Heimat?

    Hier sind meine Familie, meine Freunde, meine Musikjungs und ich hab es nirgends so leicht wie hier.

    Ich war eine Weile in den USA. Das war ne coole Zeit und du kannst dir vorstellen, dass ich mich in Kalifornien sauwohl gefühlt habe. Der Strand und alle peace und so … aber ich bin von hier, hier kenne ich die Leute und hier bin ich zu Hause. Das toppt nicht mal der Beach.

    Warum schätzt du das Ländliche unserer Region?

    Gerade was die Musikszene betrifft, findest du hier genauso gute und kreative Typen wie in Berlin oder Stuttgart. Der Unterschied ist einfach, dass du sie suchen musst. Wenn du dich gefunden hast, ist es easy. Du machst gemeinsam den nächsten Gig aus, kennst dich persönlich und es entstehen Freundschaften. Das fühlt sich leicht und gut an.

    Denkst du, die Musikszene in Albstadt schläft? Oder ist sie wach?

    Die Szene ist da und voll wach! Klar gibt’s immer mal wieder Wellen, in denen mehr oder auch weniger gespielt wird. In letzter Zeit fühlt es sich für mich nach mehr an, und das wird, glaube ich, auch noch mehr.

    Jan, du bist Musiker. Erzähl mal, was verbindest du mit der Musik?

    Alles.

    Kannst du noch ein, zwei Sätze mehr dazu sagen?

    (Jan grinst, ich auch – dann lässt er es raus)  Musik ist Gefühl für mich und noch viel mehr als das. Du kannst mit einem Song eine Aussage treffen. Je tiefer und echter sie ist, umso angreifbarer machst du dich. Aber das Risiko ist es wert, denn dadurch entstehen Songs, die von Herzen kommen, und ich glaube, nur so kannst du andere Herzen berühren.

    Wenn du auf der Bühne stehst, ist das wie eine Kopfwäsche, ein bisschen wie Joggen, irgendwann fühlst du dich frei und ausgepowert und bist voll und ganz zufrieden. Das ist Glück!

    Was macht für dich gute Musik aus?

    Wenn sie authentisch ist und ich merke, das ist dem sein Ding, der macht seine Aussage damit, dann bekommst du Gänsehaut und bist voll dabei.

    Voll dabei seid ihr beide auf jeden Fall. Uwe, wir sitzen heute im Juwel. Du schmeißt den Laden gemeinsam mit Susanne. Erzähl mal für Leute, die euer Schätzle nicht kennen: Was steckt dahinter?

    Eigentlich sind wir ein Gebrauchtwaren- und Antikladen. Bei uns kann man alles kaufen, was man nicht oder ganz besonders braucht. Wir hatten mal einen verkaufsoffenen Sonntag mit Live-Musik, das kam bei den Besuchern richtig gut an. Dann hab ich meinen 50. Geburtstag im Juwel gefeiert, auch wieder mit Live-Band, und in dieser Nacht ist die Idee entstanden, dass wir das öfter machen könnten.

    Wie ging es weiter?

    Wir haben den Laden umgebaut und eine Theke eingebaut, Wände rausgerissen. Seit 2017 haben wir die Konzession. Seither veranstalten wir alle 14 Tage ein Event. Irgendwie sind wir da reingerutscht, und das läuft richtig gut. Die Musiker fragen an, wann sie spielen können, die Hütte ist an den Abenden immer voll und wir üben uns im Getränkeausschank. Frag mich nicht wie, aber das Ding ist ein Selbstläufer geworden.

    Irgendwann kam Jan angelaufen und ihr hattet die Idee zur Open Stage.

    Ganz genau. So ne richtige Open Stage gab’s bisher in Albstadt nicht. Der Jan hat schon öfter bei uns gespielt und wir kennen uns gut. An jenem Tag kam er verschwitzt von seiner Joggingrunde in den Laden gelaufen und wir haben darüber gequatscht. Fanden die Idee gut und machten direkt einen Termin aus.

    Im Januar 2017 hieß es: Bühne frei für die erste Open Stage im Juwel. Wie lief das genau ab?

    Wir haben vorab einfach rumgefragt und das Event über Facebook bekannt gemacht. Jan kümmerte sich um die Gigs und die Planung, wir uns um den Rest. Am Abend ging es richtig gut ab mit den acht Bands und der Session im Nachgang.

    Wer hat gespielt?

    The four names

    Magic Spell

    Ihab

    Peter Böhme

    Walter Schneider

    Andi Gauf

    Herr Horst und Roland

    Macht ihr das noch mal?

    Ja. Angedacht ist der 13. Oktober 2018.

    Wer kann mitmachen?

    Jeder, der etwas zu sagen hat. Egal ob Theater, Poetry Slam, Musik, Akrobatik, Tanz, Vorlesen oder whatever. An einem Abend können maximal 10 Gigs auftreten, die Zeit ist auf 30 Minuten begrenzt. Klar müssen wir eine Vorauswahl machen, dabei sein kann aber generell jeder!

    Das hört sich gut und vor allem kreativ an! Dann wünschen wir euch #imländle bis dahin eine gute Zeit und lasst es krachen bei allen Events die im Juwel noch steigen werden.

     

    Comments Off

    Werde einmal pro Woche über die neusten Beiträge informiert

    Deine Daten

    Abonnierst du unsere Blognews, wird deine E-Mailadresse auf unserem Server auschließlich zur Versendung der automatisierten Info über neue Blogbeiträge gespeichert. Ignorierst du die Bestätigungsmail, werden deinen Daten innerhalb von 72 Stunden gelöscht.

    Bei Instagram gibt´s für dich den Blick hinter die Kulissen

    Something is wrong.
    Instagram token error.

    Lust auf mehr Video? Abonniere unseren Youtube Kanal

    ×