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Manfred Fuchs. Löwenherz aus Reutlingen

Manfred Fuchs. Löwenherz aus Reutlingen

Herr Fuchs ist Geschäftsführer bei Radio Neckaralb Live. Mit der Aktion LÖWENHERZ unterstützt der Sender dieses Jahr den Verein Krebskranke Kinder Tübingen e. V. Wir haben mit Herrn Fuchs über den Verein, die Aktion und seine Beweggründe zu helfen gesprochen.

 

Herr Fuchs, Sie sind Geschäftsführer bei Radio Neckaralb Live. Welche Aufgaben bringt der Job mit sich?

Als Geschäftsführer eines Lokalradiosenders wird vor allem von mir erwartet, dass ich Leader, Manager, Experte und Visionär in einem bin. Das erfordert, dass ich mich in allen Radiobereichen gut bis sehr gut auskenne.

Welche drei Dinge machen gutes Radio für Sie aus?

Musik, Moderation, Lokalität, Regionalität und ganz viel Leidenschaft.

Nun gibt es neben Ihrem Business auch noch Freizeit – hoffen wir. Welche Hobbys haben Sie?

Kraft- und Ausdauersport, Selbstverteidigung und ich gehe gerne mit meinem Hund Jola joggen. Winter- und Wassersport (Snowboard und Ski, Wakeboard und Surfen) mag ich auch sehr gerne.

Sie sind Papa. Wie fühlt sich das Leben als Familienvater an und was lernen Sie von Kindern?

Das Leben als Papa mit zwei aktiven Jungs ist das schönste Geschenk, das ich in meinem Leben bekommen habe. Sie zeigen mir fast täglich, worauf es im Leben wirklich ankommt, und sie teilen zum Glück mit meiner Frau und mir die Leidenschaft für sportliche Aktivitäten und das Reisen.

Mit Radio Neckaralb Live haben Sie für die Weihnachtszeit die Spendenaktion LÖWENHERZ für den Verein für krebskranke Kinder e. V. in Tübingen ins Leben gerufen. Können Sie kurz erklären, worum es geht, und aufzeigen, wo die Leser weitere Infos finden?

Bei der Aktion LÖWENHERZ geht es vor allem darum, Institutionen zu unterstützen, die Menschen helfen, die Hilfe dringend notwendig haben. In diesem Jahr unterstützen wir den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e. V. Der Verein finanziert sich größtenteils über Spendengelder und benötigt dringend Unterstützung. Er bietet Kindern und ihren Familien ein Zuhause auf Zeit während ihrer wahrscheinlich allerschwersten Zeit als Familie. Weitere Infos gibt es unter Neckaralb live.

Sie haben den Verein selbst besucht und somit auch die betroffenen Kinder. Was haben Sie bei Ihrem Besuch erlebt und empfunden?

Den tiefen Wunsch, zu helfen und zu unterstützen!

Wie kommt das Vaterherz mit solchen Eindrücken klar?

Ehrlich gesagt: nur ganz schwer. Nach meinem ersten Termin mit dem Verein habe ich sehr lange gebraucht, um die Eindrücke zu verarbeiten.

Was leisten die ehrenamtlichen Mitarbeiter in diesem Verein?

Sie geben vor allem Mut, Hilfe und Hoffnung in einer sehr schweren Zeit.

Wie wird den Kindern konkret geholfen?

Den Familien der betroffenen Kinder wird eine Heimat auf Zeit geboten. Die Familien können dort mit anderen Familien Erfahrungen auszutauschen, versuchen auszuspannen und sich gegenseitig Mut zu machen. Eine Psychologin im Haus, die Hausbetreuerinnen und alle weiteren Mitarbeiter können immer angesprochen werden. Sehr wertvoll finde ich, dass das Familienhaus auch den Geschwisterkindern und den Großeltern zur Verfügung steht.

Die Kunst- und Musiktherapie im Verein ist eine wertvolle Hilfe bei der Verarbeitung der Erkrankung und den belastenden medizinischen Therapien der Betroffenen. Über den Ausdruck in kreativen Prozessen, sei es bildnerisch, plastisch oder musikalisch, können zum Beispiel Ängste und Stress reduziert werden. Es werden Selbsthilfepotenziale und Ressourcen aktiviert. Die Patienten erfahren hier vor allem eine Autonomie- und Selbstwertverstärkung. Sie erleben Freude und Gelingen, eine sie stärkende Ablenkung und Erholung sowie kostbare Momente, auch während ihrer schweren Erkrankung und der sie stark belastenden Therapien. „Es ist immer sehr befreiend für die Kinder, positive Erfahrungen mit sich und den eigenen Gefühlen zu machen: auf der Rahmentrommel mit einem großen Schlägel oder mit den Händen kräftig auf die Cajon (Holzkiste) zu schlagen – mal ‚alles rauslassen‘, so richtig ‚draufzuhauen‘, ohne dass etwas kaputt geht, ohne Angst, es nicht zu dürfen, das befreit“, so Patrick Hok, Musiktherapeut des Fördervereins.

Als Radiosender, der viel Wert auf Musik legt, kennen wir die Kraft der Musik nur zu gut.

Warum sind Sie selbst von dem Verein so überzeugt, dass Sie die Spendenaktion ins Leben gerufen haben?

Zuallererst berührte mich das Schicksal der Kinder und ihrer Familien. Aber auch die Hingabe, Kraft, Verantwortung und Leidenschaft der ehrenamtlichen Helfer des Vereins, die täglich für die Kinder und deren Familien kämpfen, hat mich sehr bewegt!

Herr Fuchs, wir wünschen Ihnen, Neckaralb Live, dem Verein und vor allem den Kindern von Herzen viel Erfolg mit Ihrer Aktion, eine besinnliche Adventszeit und gesegnete Weihnachten.

 

 

 

 

 

 

 

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